Die Rückkehr der Mauersegler 2026 wird auch in diesem Jahr wieder im Forum dokumentiert.
Bitte meldet die Ankunft des ersten Mauerseglers in "Eure" Kolonien (Einflug in Nest) per PN oder E-Mail an Siegrid.
Sichtungen fliegender Mauersegler sind für unsere Statistik nicht relevant, können aber gerne auf Ornitho.de gemeldet werden.
Die Karten für Bestand und Ankunft 2026 sind auf unsere Mauersegler-Statistik Seite verfügbar.
Infos zu Nistkästen, Ausstattung, Hitzeschutz, Kameraeinbau
Benutzeravatar
Thomas-NRW
Foren-Unterstützer
Beiträge: 1148
Registriert: Mo 6. Mai 2019, 21:36
Wohnort: Marsberg / OT

Re: Nistmulde

Beitrag von Thomas-NRW »

Hallo H.-G.,
stimmt , wenn Unruhe herrscht, kann es natürlich auch dazu kommen, daß Eier versehentlich aus dem Nest befördert werden .Ja,ich würde sagen , die Investition in das Werkzeug lohnt sich , vor allem , wenn du in Serie gehst 😜.
Heute hatte ich eine Mulde direkt in das Bodenbrett eines neuen Kastens für den Einsatz im Mauerwerk , rd. 25 mm gefräst .
Bei dieser Gelegenheit hatte ich mir die sechs , zuvor angefertigten Nistmulden noch einmal vorgenommen und auch auf mind. 25 mm nachgearbeitet.
Wenn du z.B.zwei 18 mm Fichtenleimholzplatten verbinden möchtest, solltest du die Platten mit den Fasern quer zueinander verleimen, wie auch bei der Dreischichtplatte / Sperrholz und bei weißem Leim dünn auftragen.
Allerdings ist dieses Holz oft schnell gewachsen und entsprechend weich , was sich dann beim Ausarbeiten der Mulde als eher nachteilig zeigt.
Oder gleich zwei Dreischichtplatten verwenden.
Warum möchtest du die Platte so dick fertigen, bzw. wie tief möchtest du die Mulde haben ?
Wegen dem Stück Seil muss ich mal schauen , Hanfseil habe ich noch .Wäre Sisal nicht eher gefährlich, wenn sich Fasern lösen sollten , bezügl. verheddern!?
@ Olaf , wenn es bei den Korkringen welche mit passenden Massen gibt , finde ich sie eigentlich ganz praktisch aber etwas teurer .
Auf jeden Fall mit weniger Aufwand als meine angefertigten Mulden verbunden!
Schöne Grüße, Thomas.
MS Nistpl.: 46 (s.`15 ,'16 erste Brut )
Erw. MS : 13 Paare /+ 1VP ( 28 MS )
1.Ankunft. :
Eing.:
Juv. :
Verlob. 1
MES : 45 K.nest.,ein zum Nest umgebauter Hohlraum über K.-nest.
Erw. : 13 P.
1. Ank. Anflug mehrerer Nester 10.04.‘26
Rauchschw.: 3 Kunstn. Ansiedl.-vers.seit '23.
Benutzeravatar
H.-G.
Foren-Unterstützer
Beiträge: 1468
Registriert: So 1. Mai 2022, 20:44
Wohnort: 33415 Verl

Re: Nistmulde

Beitrag von H.-G. »

Guten Abend zusammen!
Eines meiner Projekte für die Zeit vor der Saison war, dem "normalen" Starenkästen, die aber von Seglern besetzt sind, Nistmulden zu verpassen. Einerseits wurden die Nester auf alten Starennestern wirklich gammelig, andererseits hatte ich hier auch Rolleier zu beklagen plus einen Jungvogel, der ebenfalls aus dem Nest befördert worden war (in diesem Kasten keine Starennestunterlage, sondern nur ein Seglernest auf dem Holzboden des Kastens).
Blick in den Kasten ohne Starennestunterlage. 2 Rolleier, der einzige geschlüpfte JV lag am 2. Tag in der Ecke oben rechts
Blick in den Kasten ohne Starennestunterlage. 2 Rolleier, der einzige geschlüpfte JV lag am 2. Tag in der Ecke oben rechts
Natürlich stellte sich als erstes die Materialfrage. Mich beeindrucken die Holzmulden, die @Thomas NRW uns z.B. Hier zeigt, immer wieder. Leider habe ich bis jetzt noch nicht das Werkzeug dafür. Hinzu kommt, dass es scheinbar in den Starenkästen bei Schlagwetter etwas feucht werden kann, das würde bei Holzmulden unweigerlich dazu führen, dass sie sich verziehen. Sie würden dann im Kasten festklemmen und wären zur Reinigung nicht mehr herauszunehmen. Das ist ein Kriterium, auf das ich aber nicht verzichten wollte.
So endschied ich mich für eine leicht modifizierte Variante aus Styropor, Fliesenkleber, Sägespänen und Filz, die ich bereits erfolgreich in 12 von 15 Balkonkästen verwende. Diese ist seit 2021 erfolgreich im Einsatz und bestechend einfach herzustellen.
Ich habe mir überlegt, die Herstellung schrittweise zu erklären. Vielleicht kann ich damit dem einen oder anderen eine für ihn passende Lösung anbieten. Dabei werde ich die Besonderheiten für die kleinen Starenkästen zeigen, aber auch einfache Abwandelungen für "normale" Seglerkästen erklären.
Hier also die Bauanleitung:
Material:
  • 1. eine Styroporplatte, 3cm dick, je nach Nistkastengröße bis zu 25 cm x 25 cm
  • 2. eine möglichst kleine Tüte Flex-Fliesenkleber
  • 3. Holzspäne, z.B. Kleintierstreu
  • 4. Holzleim
  • 5. ein Stück (dünner) Filz
  • 6. Werkzeug:
    • Akkuschrauber mit Runddrahtbürste oder eine einfache Drahtbürste
    • Cuttermesser oder (Kreis)-Säege
    • Pinsel und Spachtel
    • Zirkel oder einen Deckel/Scheibe von 8 bis 9 cm Durchmesser, wasserfester Filzstift, eine weiche Bürste
    • Staubsauger und Besen sind hilfreich
Bauanleitung:
  • Zuerst wird der Kasten ausgemessen und so die Größe der benötigte Styroporplatte ermittelt. In diesem Fall (Starenkasten) werden alle vier Kanten später senkrecht abgeschnitten. Dabei wird die Platte so ausgemessen, dass etwa 2 mm Platz zwischen der Wand des Kastens und der Platte frei bleiben (um sie später leichter herausnehmen zu können). Wenn die spätere Nistmuldenkonstruktion kleiner als der Boden des Kasten ist, werden die Kanten, die später nicht an einer Wand anliegen abgeschrägt (ca 45°)
    Ausmessen eines Starenkastens, der von vorn geöffnet wird. Die Metallhalterung für die Vorderfront (rechts) wird ausgespart.
    Ausmessen eines Starenkastens, der von vorn geöffnet wird. Die Metallhalterung für die Vorderfront (rechts) wird ausgespart.
  • Einzeichnen der späteren Nistmulde. Möglich mit einem Zirkel , leichter aber mit einer Schablone aus Pappevon 8 bis 9 cm Durchmesser(ich habe dazu den Deckel einer 1l-Fischfutterdose verwendet).
    Die Nistmulde wird so eingezeichnet, dass sie später möglichst weit vom Einflug entfernt liegt. Links im Bild die Ansaugdüse eines Staubsaugers, die später die anfallenden Styropor.Flocken aufsaugen wird
    Die Nistmulde wird so eingezeichnet, dass sie später möglichst weit vom Einflug entfernt liegt. Links im Bild die Ansaugdüse eines Staubsaugers, die später die anfallenden Styropor.Flocken aufsaugen wird
  • Ausfräsen der Mulde mit Akkuschrauber und Runddrahtbürste. Der Staubsauger verhindert Verschmutzung der Umgebung
    Ausfräsen der Mulde. kann auch mit einer einfachen Drahtbürste in echter Handarbeit gemacht werden. Dauert aber länger und ist (je nach Talent des Erbauers) nicht so gleichmäßig.
    Ausfräsen der Mulde. kann auch mit einer einfachen Drahtbürste in echter Handarbeit gemacht werden. Dauert aber länger und ist (je nach Talent des Erbauers) nicht so gleichmäßig.
  • Ca zwei Minuten später ist die Nistmulde fertig ausgefräst
    Fertig ausgefräßt. Weil die Muldenplatten in den kleinen Starenkästen sehr genau sein müssen, habe ich sie in eine Vorrichtung gespannt, die verhindern soll, dass später Fliesenkleber außen an der Muldenkonstruktion aushärtet und die Maße verändert. Für normale Nistmulden ist das nicht erforderlich!<br />Rechts oben im Bild die Aussparung für die Halterung der Vorderwand des Starenkastens.
    Fertig ausgefräßt. Weil die Muldenplatten in den kleinen Starenkästen sehr genau sein müssen, habe ich sie in eine Vorrichtung gespannt, die verhindern soll, dass später Fliesenkleber außen an der Muldenkonstruktion aushärtet und die Maße verändert. Für normale Nistmulden ist das nicht erforderlich!
    Rechts oben im Bild die Aussparung für die Halterung der Vorderwand des Starenkastens.
  • Anrühren des Fliesenklebers. Ein halbvoller Magarinebecher reicht
    Soll nachher gut zu verstreichen, aber nicht zu flüssig sein (breiige Konsistenz), es soll kein Wasser mehr zu sehen sein. Achtung - man nimmt schnell zu viel Wasser!!!
    Soll nachher gut zu verstreichen, aber nicht zu flüssig sein (breiige Konsistenz), es soll kein Wasser mehr zu sehen sein. Achtung - man nimmt schnell zu viel Wasser!!!
  • Fliesenkleber mit Pinsel (und evtl Spachtel auf dem Styropor auftragen. die eigentliche Nistmulde wird dabei ausgespart
    DSC_0378.JPG
    Der Kleber wird so aufgetragen, das die spätere<br /> Konstruktion ein leichtes Gefälle zur Nistmulde hin hat. Das soll später dafür sorgen, dass aus dem Nest beförderte Rolleier zum  Nest zurückrollen können. <br />Fliesenkleber, der aus Versehen in die Nistmulde gelangt ist, kann mit dem Finger glattgestrichen werden.
    Der Kleber wird so aufgetragen, das die spätere
    Konstruktion ein leichtes Gefälle zur Nistmulde hin hat. Das soll später dafür sorgen, dass aus dem Nest beförderte Rolleier zum Nest zurückrollen können.
    Fliesenkleber, der aus Versehen in die Nistmulde gelangt ist, kann mit dem Finger glattgestrichen werden.
  • Späne (ich habe Kleintierstreu im Mixer etwas kleiner gehäxelt - ist aber nicht unbedingt erforderlich) auf den noch feuchten Fliesenkleber streuen und mit den Fingern andrücken. Der Fliesenkleber kann dabei einfach nachmodelliert und ggf geglättet werden. Danach die noch lockeren Späne abkippen. Anschließend 24 Stunden aushärten lassen.
    Streuen,...
    Streuen,...
    ... andrücken...
    ... andrücken...
30 + 5 Nistplätze, 23 Kameras
2023: 48 JV in 19 Nestern, 2 JV tot
2024: 26 von 34 Plätzen belegt, 56 JV/23 Nester, 3 VPs
2025: 66 JV in 29 Nestern, eine erfolgreiche Vierer-Brut
Benutzeravatar
H.-G.
Foren-Unterstützer
Beiträge: 1468
Registriert: So 1. Mai 2022, 20:44
Wohnort: 33415 Verl

Re: Nistmulde

Beitrag von H.-G. »

  • ...und abkippen.
    ...und abkippen.
  • Nach 24 Stunden werden die überflüssigen, lockeren Späne mit einer weichen Bürste abgefegt und die Konstruktion wird aus der Halterung genommen. Auf die Unterseite und an die Seiten wird mit einem Spachtel Holzleim aufgetragen. Dieder gibt dem ganzen deutlich mehr Festigkeit und verhindert, dass bei späterem Handling Stüropor-Stückchen ausgebrochen werden. Einige stunden aushärten lassen
    DSC_0399.JPG
    Leim wird mit Spachtel auf Unterseite und an den Seiten aufgetragen.
    Leim wird mit Spachtel auf Unterseite und an den Seiten aufgetragen.
  • Wenn der Leim ausgehärtet ist wird am tiefsten Punkt der Mulde ein Loch (8 mm) gebohrt. so kann später Wasser abfließen, falls es bei Schlagwetter mal etwas in den Starenkasten regnet.
    Wenn der Leim ausgehärtet ist wird am tiefsten Punkt der Mulde ein Loch (8 mm) gebohrt. so kann später Wasser abfließen, falls es bei Schlagwetter mal etwas in den Starenkasten regnet.
  • in der Mulde wird eine dünne schicht Leim aufgetragen ...
    in der Mulde wird eine dünne schicht Leim aufgetragen ...
    ... und ein passend zugeschnittenes Stück Filz darin befestigt.
    ... und ein passend zugeschnittenes Stück Filz darin befestigt.
  • Wenn das ausgehärtet ist, kann die Mulde in den Kasten gegeben werden. Fertig!
    Wenn das ausgehärtet ist, kann die Mulde in den Kasten gegeben werden. Fertig!
Das mag bei den vielen Bildern recht anspruchsvoll aussehen, ist es aber nicht. Alle Materialien sind leicht zu bearbeiten und die Wartezeiten zum Aushärten lassen viel Spielraum für andere Tätigkeiten. Es sieht hier etwas aufwändig aus, was aber zum größten Teil an der Sonderkonstruktion Starenkasten liegt.
In normalen Nistkästen können die Mulden durch zwei kleine Schrauben, die etwa 3 mm aus dem Boden schauen, am Verrutschen gehindert werden. Alternativ kann man sie auch mit kleinen Keilen oder Leisten, die zwischen Muldenkonstruktiom und Kastenwand geschoben werden, festklemmen.
Vielleicht kann der eine oder andere mit diesem "Tutorial" ja etwas anfangen.
Liebe Grüße H.-G.
30 + 5 Nistplätze, 23 Kameras
2023: 48 JV in 19 Nestern, 2 JV tot
2024: 26 von 34 Plätzen belegt, 56 JV/23 Nester, 3 VPs
2025: 66 JV in 29 Nestern, eine erfolgreiche Vierer-Brut
Benutzeravatar
H.-G.
Foren-Unterstützer
Beiträge: 1468
Registriert: So 1. Mai 2022, 20:44
Wohnort: 33415 Verl

Re: Nistmulde

Beitrag von H.-G. »

Moin!
Nachtrag zu gestern: bei den von oben zu öffnenden Statenkästen habe ich die Muldenkonstruktionen der Vorderseite 2 cm kürzer gemacht. Den so entstandenen 2 cm breiten Spalt habe ich durch eine 2cm dicke Leiste verschlossen, die etwas höher war als der angrenzende Rand der Muldenkonstruktion. Mit einem Bleistift wurde die Höhe der Muldenplatten auf der Leiste eingezeichnet. Die Leiste herausgenommen und mit einem scharfen Messer soweit heruntergeschnitzt, dass ihre Oberseite bündig mit der Oberseite der Muldenplatten abschließt ( ebenfalls mit leichtem Gefälle. An der zur Kastenwand zeigenden Seite tackerte ich oben einen ca 10 mm breiten Streifen aus dickem Filz (3mm) über die gesamte Länge fest. An einer Seite borte ich ein dünnes Loch, durch das ich ein kurzes Stück Maurerschnur zog. Mit einem Knoten sicherte ich es gegeh Herausgezogen- werden und kürzte es auf ca 3 cm.wenn ich jetzt die Leiste in den Zwischenraum stecke, klemmt sie durch den Filz gut fest. Will ich einmal die Mulde aus dem Kasten nehmen, kann ich die Leiste an dem kurzen Faden aus dem Zwischenraum ziehen. Dann kann ich mit den Fingern in den Zwischenraum greifen und so die gesamte Mulde gut aus dem Kasten nehmen.
Nistmulde im Starenkästen neben den Balkonkästen. Die eigentliche Nistmulde ist mit dunklem Filz ausgekleidet. Links, auf der Seite mit dem Einflugloch ist die Leiste zu sehen. Am oberen Ende (bei genauen Hinsehen) der kurze Faden, mit dem sie herausgezogen werden kann.
Nistmulde im Starenkästen neben den Balkonkästen. Die eigentliche Nistmulde ist mit dunklem Filz ausgekleidet. Links, auf der Seite mit dem Einflugloch ist die Leiste zu sehen. Am oberen Ende (bei genauen Hinsehen) der kurze Faden, mit dem sie herausgezogen werden kann.
Bei Kästen, die von der Seite oder von vorn (wie gestern gezeigt) zu Öffnen sind, kann man sich diese Leiste sparen.
LG H.-G.
30 + 5 Nistplätze, 23 Kameras
2023: 48 JV in 19 Nestern, 2 JV tot
2024: 26 von 34 Plätzen belegt, 56 JV/23 Nester, 3 VPs
2025: 66 JV in 29 Nestern, eine erfolgreiche Vierer-Brut
PatrickW
Beiträge: 2
Registriert: Sa 2. Dez 2023, 09:29

Re: Nistmulde

Beitrag von PatrickW »

Hallo liebe Mauerseglerfreunde,
ich hoffe es ist okay wenn ich hier meine Frage stelle, wollte kein extra Thema eröffnen.
Habe mehrere Schwegler 17B Nistkästen und versuchte seit Jahren Mauersegler anzusiedeln. Die letzten Jahre wurden die Kästen immer von Staren besetzt. Letztes Jahr hat es geklappt und ein Paar hat auf einem Starnest der Erstbrut gebrütet und sich eine Nistmulde daraus geformt. Das haben wir soweit gar nicht mitbekommen im letzten Jahr. Erst beim säubern der Kästen habe ich einen toten MS Jungvogel gefunden und gesehen, dass das Nest von einem Mauersegler umgestaltet wurde + Eischalen.

Da ich zu diesem Zeitpunkt das Nest schon in der Hand hatte und etwas perplex war, habe ich auch noch den Rest aus dem Kasten geholt.
Daraufhin habe ich die zweiteiligen Schwegler Nestmulden besorgt und in die Kästen eingelegt.
Jetzt meine Frage: Reicht es aus einfach nur diese Nestmulden im Nistkasten anzubieten oder sollte der Kasten auch noch etwas Nistbaumaterial beinhalten ? Sollte man die Nistmulden ankleben um ein verschieben zu verhindern oder haben die Segler nicht so viel Kraft ?
Wie wird das Brutpaar reagieren falls sie wieder zurückkehren und ihr Starennest nicht mehr vorfinden, nur noch dieser leere Kasten mit der Brutmulde ? Ich hab auch noch das alte Nest aufgehoben... irgendwie könnte ich es auch wieder einbauen denke ich wenn es nötig ist? Was denkt ihr ?

Vielen Dank schon mal!

Viele Grüße
Patrick
Benutzeravatar
H.-G.
Foren-Unterstützer
Beiträge: 1468
Registriert: So 1. Mai 2022, 20:44
Wohnort: 33415 Verl

Re: Nistmulde

Beitrag von H.-G. »

Hallo Patrick!
Scheinbar ist Dein Beitrag etwas untergegangen. Ich hoffe, dass meine Antwort Dir (noch) helfen kann. Das Wichtigste ist erst einmal, dass Du eine Mulde eingebaut hast. Du kannst es den Seglern etwas leichter machen, wenn Du etwas Nistmaterial dazugibst. Bewährt haben sich kurze, weiche Heuhalme oder Federn. Die Segler sollten vom Unterschied zum letzten Jahr nicht allzusehr irritiert sein. Es wird ja auch in Naturnestern so sein, dass sich während der 9-monatigen Abwesenheit der Segler einiges verändern kann, wie z.B. durch Spatz und Co. Auf Veränderung während der Brutzeit reagieren sie viel empfindlicher, da diese auf einen Eindringling in den Nestbereich hindeuten.
Das alte Nest würde ich nicht wieder einbauen. Du würdest dann im nächsten Jahr vor dem gleichen Problem stehen wie heute. Außerden werden sich dort früher oder später irgendwelche Parasiten einnisten, die den Seglern das Leben unnötig erschweren.
Ich wünsche Dir eine gute Segler-Saison.
Liebe Grüße H.-G.
30 + 5 Nistplätze, 23 Kameras
2023: 48 JV in 19 Nestern, 2 JV tot
2024: 26 von 34 Plätzen belegt, 56 JV/23 Nester, 3 VPs
2025: 66 JV in 29 Nestern, eine erfolgreiche Vierer-Brut
Benutzeravatar
Andi
Beiträge: 33
Registriert: Di 12. Mai 2020, 09:04
Wohnort: Weinheim an der Bergstraße

Re: Nistmulde

Beitrag von Andi »

Hallo zusammen,

heute habe ich in allen Seglerkästen meine neuen Holznistmulden mit schönem Heu und Daunen aus einer alten Bettdecke bestückt. Zuerst habe ich das Heu genommen und mit einer scharfen Schere in kleinere Stücke geschnitten, damit die Segler es besser verkleben können.

Dann habe ich die Nistkästen zunächst etwas mit dem geschnittenen Heu gefüllt und anschließend noch ein paar Daunen daraufgelegt. Schaut selbst :D!

20260404_110312.jpg
20260404_112442.jpg

Ich glaube, dass ich damit den Seglern den Nestbau deutlich vereinfache bzw. verschönere :)

Euch noch ein schönes Osterfest!

LG
Andi
Abk: Mauersegler > MS, Schwalben > Schw

> 2016 MS: Start Ansiedlung
- 2024 MS: 1. VP , Schw: Start Ansiedlung, 1. BP
- 2025 MS: 1. BP aus Vorjahr, 2 neue BP, 6 Eier, 6 Jungvögel, Schw: 0 BP

MS Nistkästen: 26, Schw Nistplätze: 10
Benutzeravatar
Thomas-NRW
Foren-Unterstützer
Beiträge: 1148
Registriert: Mo 6. Mai 2019, 21:36
Wohnort: Marsberg / OT

Re: Nistmulde

Beitrag von Thomas-NRW »

Hallo Andi ,
das sind aber handwerklich sehr schön hergestellte Nistmulden, sind die gedrechselt worden ?
Das Nistmaterial brachst du garnicht so klein schneiden , sonst haben die Segler eher den ganzen Schnabel voll und bekommen das Material schlechter wieder los .
Das dünne , biegsame Heu schneide ich ungefähr auf 5 cm ( wenn ich jetzt schaue ist’s wohl doch nicht so kurz, wie es erst aussah ), Federn nehme ich eher so um die drei Zentimeter lang , sie tragen aber auch größere ein .
Dir auch schöne Ostern , Gruß, Thomas.
MS Nistpl.: 46 (s.`15 ,'16 erste Brut )
Erw. MS : 13 Paare /+ 1VP ( 28 MS )
1.Ankunft. :
Eing.:
Juv. :
Verlob. 1
MES : 45 K.nest.,ein zum Nest umgebauter Hohlraum über K.-nest.
Erw. : 13 P.
1. Ank. Anflug mehrerer Nester 10.04.‘26
Rauchschw.: 3 Kunstn. Ansiedl.-vers.seit '23.
Benutzeravatar
Thomas-NRW
Foren-Unterstützer
Beiträge: 1148
Registriert: Mo 6. Mai 2019, 21:36
Wohnort: Marsberg / OT

Re: Nistmulde

Beitrag von Thomas-NRW »

Hallo Andi,
jetzt hatte ich nochmal genauer hingeschaut , ich dachte erst , du hättest Deine Mulden bis zum Grund ausgeformt, dann hast du vermutlich mit einer Oberfräse nach dem Aussägen eines Kreises gearbeitet !?
Schöne Grüße , Thomas .
MS Nistpl.: 46 (s.`15 ,'16 erste Brut )
Erw. MS : 13 Paare /+ 1VP ( 28 MS )
1.Ankunft. :
Eing.:
Juv. :
Verlob. 1
MES : 45 K.nest.,ein zum Nest umgebauter Hohlraum über K.-nest.
Erw. : 13 P.
1. Ank. Anflug mehrerer Nester 10.04.‘26
Rauchschw.: 3 Kunstn. Ansiedl.-vers.seit '23.
Benutzeravatar
Andi
Beiträge: 33
Registriert: Di 12. Mai 2020, 09:04
Wohnort: Weinheim an der Bergstraße

Re: Nistmulde

Beitrag von Andi »

Hallo Thomas, hallo zusammen
Thomas-NRW hat geschrieben: So 5. Apr 2026, 00:08 Hallo Andi,
jetzt hatte ich nochmal genauer hingeschaut , ich dachte erst , du hättest Deine Mulden bis zum Grund ausgeformt, dann hast du vermutlich mit einer Oberfräse nach dem Aussägen eines Kreises gearbeitet !?
Schöne Grüße , Thomas .
ich habe zuerst mit einer Kreisschablone sowie einer Oberfräse mit Kopierhülse und 10-mm-Schaftfräser einen runden Kreis in das Brett gefräst.

Frässchablone mit Oberfräse + Kopierhülse
Frässchablone mit Oberfräse + Kopierhülse

Anschließend habe ich an der Oberfräse die Kopierhülse und den Schaftfräser entfernt und stattdessen einen 45°-Fasefräser von Bosch Expert eingesetzt (ein sehr guter Fräser und gar nicht so teuer!). Diesen habe ich so eingestellt, dass unten eine 2 mm breite gerade Kante stehen bleibt und der restliche Bereich mit 45° gefräst wird.

gefräster Kreis
gefräster Kreis
Fasefräser schneidet saubere 45 Grad Schräge
Fasefräser schneidet saubere 45 Grad Schräge

Beim fertig gefrästen Brett habe ich vorne zusätzlich eine 45°-Schräge mit der Kappsäge gesägt und das Brett anschließend als neue Nistmulde im Kasten montiert.

fertige Nistmulde von vorne
fertige Nistmulde von vorne

Diese Variante habe ich letztes Jahr in allen Nestern verbaut, und ich finde sie sehr gelungen: Es kommt nur selten zu „Rolleiern“, da Eier, die auf die Kante geraten, von den Seglern leicht wieder in die Mulde zurückgestupst werden können. Das Gleiche gilt für Jungvögel: Sie können zwar kurz aus der Mulde klettern, gelangen aber ohne großen Kraftaufwand schnell wieder hinein.

Noch einen schönen Feiertag,
Viele Grüße
Andi
Abk: Mauersegler > MS, Schwalben > Schw

> 2016 MS: Start Ansiedlung
- 2024 MS: 1. VP , Schw: Start Ansiedlung, 1. BP
- 2025 MS: 1. BP aus Vorjahr, 2 neue BP, 6 Eier, 6 Jungvögel, Schw: 0 BP

MS Nistkästen: 26, Schw Nistplätze: 10