Die Rückkehr der Mauersegler 2026 wird auch in diesem Jahr wieder im Forum dokumentiert.
Bitte meldet die Ankunft des ersten Mauerseglers in "Eure" Kolonien (Einflug in Nest) per PN oder E-Mail an Siegrid.
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MauerseglerBerlin
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Re: Im Blaumeisen-Kasten

Beitrag von MauerseglerBerlin »

Hallo Frank,

die Polenböller stören sie nur kurz. Deswegen sind sie nicht verschwunden.

Naja. Singvögel trinken ja in der Regel an Wasserstellen, auch Pfützen, durch anheben des Kopfes, wo dann das Wasser herunter läuft. Wenn sie füttern bringen sie schon auch Wasser in ihrem Kropf mit. Das gilt grundsätzlich. Bei Meisen gibt es allerdings die Besonderheit, dass sie durch ihre geringe Größe normalerweise genug Wasser in Tautropfen oder in den Insekten selbst finden. Wasserstellen suchen sie auch auf, aber nicht so häufig wie bspw. Amseln, Tauben, Elstern. Den größeren Singvögeln reichen Tautropfen nämlich nicht aus. Manche Vögel baden auch extrem gern. Z.B. Rotkehlchen. Es wird vermutet, dass auch Tropfen über Gefieder transportiert werden. Ich habe in meine Gartenbeete einfach glasierte Tonuntersetzer mit Wasser zwischen die Pflanzen gestellt. Sie werden regelmäßig benutzt und ich bin sicher, dass dies auch dazu beiträgt, sich Brutplätze in der Nähe zu suchen, also eher bei mir im Garten als bei Nachbars. 😉 Probiers mal aus. Rotkehlchen lieben das!

VG torsten
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ozul
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Re: Im Blaumeisen-Kasten

Beitrag von ozul »

Hallo an alle.

Gestern kam es zu einem Kampf im Blaumeisenkasten.

Die kleinen Federbälle geben sich nichts. Ist fast so wie bei den Seglern,
nur kürzer.

Danach kam es noch zu einem zweiten Kampf und einer längeren Phase mit zwei
Blaumeisen im Kasten.

Um kurz nach 19.00 Uhr ist dann eine Meise ausgeflogen.

VG Olaf

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Meisenkampf
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H.-G.
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Re: Im Blaumeisen-Kasten

Beitrag von H.-G. »

ozul hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 17:13 Die kleinen Federbälle geben sich nichts. Ist fast so wie bei den Seglern,
nur kürzer.
Hallo Olaf!
Ein sehr brilliantes und zugleich dramatisches Video. Danke :thumbup:
Einen erheblichen Unterschied zu den Seglern gibt es allerdings doch: die Schnäbel. Ich durfte selber schmerzhafte Bekanntschaft damit machen, als ich im letzten Herbst eine Blaumeise gereinigt habe, die an einer Gelbtafel in einem Gewächshaus festgeklebt war. Die Leitung der Aufgang Station in der Nähe hatte mir geschrieben, wie das geht und ich sehe immer noch ein leicht schadensfrohes Lächeln, als ich ihr danach von meinen Erfahrungen beschrieb. "Die können ganz schön kneifen" schrieb sie mir und das beschreibt es ziemlich gut. Ich halte mich für hart im Nehmen, aber der Meisenschnabel brachte mich da an meine Grenzen. Von daher hatte ich beim Anschauen des Videos fast selber Schmerzen. Ich hatte schon befürchtet, dass das im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge gehen könnte, zumal der Kampf ja für die Meisen in Dunkelheit stattfand. Da war ich fast erleichtert, als beide scheinbar unverletzt wieder ausflogen.
Da bin ich auf jeden Fall gespannt, wie es in diesem Kasten weitergeht. Ernsthafte Anwärterer auf eine Besiedlung hast Du dann ja wohl schon.
Liebe Grüße H.-G.
Habe gerade mal in Deinem Dohlenkasten vorbeigeschaut. Dietmar scheint ja ziemlich geschrumpft zu sein ;) . Nein ehrlich: schön, dass ich da aktuell in den Meisenkasten schauen kann. Eine Übernachtung hast Du ja nun schon :thumbup:
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MauerseglerBerlin
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Re: Im Blaumeisen-Kasten

Beitrag von MauerseglerBerlin »

Heute hat die Blaumeise erstes Nistmaterial eingetragen. Bei -6 Grad und teilweise noch gefrorenem Boden. Sie hüpft auch regelmäßig in äußerst kurzen Abständen auf dem Kasten hin und her.

Olaf hat Recht! Jetzt geht es nicht mehr lange. Und die Singvogelbruten verkürzen mir jedes Jahr von Neuem die Zeit bis die Segler kommen.

LG t
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Frank
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Re: Im Blaumeisen-Kasten

Beitrag von Frank »

Hallo zusammen!

Bei mir ist vor der Saison, leider schon nach der Saison. 😥
Die ersten Blaumeisen waren vor 2 Tagen am und im Kasten zur Inspektion da.
Nun muß ich ihn aber leider schnell abnehmen.
Ich hatte ihn wenigstens über den Winter für Übernachtungen hängen gelassen.
War aber glaube niemand drin.
Auch am Futterhäuschen sah es diese Saison katastrophal aus. Keine nennenswerten Besuche.
Leider ist meine Saison schon beendet, noch ehe sie beginnen kann.
Kurz nach Ostern soll es mit der energetischen Sanierung des Wohnblocks los gehen... 🙈🤨
Acht Monate Lärm, Abbrucharbeiten von Beton, Diamantsägen, bohren mit Schlagwerk und jede Menge Dreck.
Ich bin vielleicht bedient. Leider weiß ich noch gar nicht, wie es dann im nächsten Jahr weiter geht. Man darf dann keine Löcher mehr in die Balkonwände bohren. Muß ich Balkonständer aufstellen. Bei den Schwalben sieht das natürlich etwas komplizierter aus.
Ich verstehe unseren Vermieter nicht...
Überall müssen diese häßlichen Mietergärten dran, obwohl sie kaum genutzt werden. Selbst die vorhandenen Gärten gegenüber, welche auf der Südseite liegen, werden kaum genutzt.
Wen wundert es... keiner möchte sich in einem Neubauinnenhof auf den Kaffeetisch schauen lassen.
Der Oberhammer ist, daß sie bei uns auf der Nordseite diese Gärten anlegen werden.
Nie ein bißchen Sonne im Garten... 🙈​ wer möchte das haben... schade, daß man die Mieter nicht vorher dazu befragt hat...

Liebe Grüße Frank
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MauerseglerBerlin
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Re: Im Blaumeisen-Kasten

Beitrag von MauerseglerBerlin »

Hallo Frank,

du hattest die bevorstehende Sanierung ja letzte Saison schon angekündigt. Was nochmal genau machen sie? Was ist ein Mietergarten?
Wenn es Anbauten sind, kann man sicher auch dort einen Kasten für Höhlenbrüter anbringen. Die Schwalbennester kann man vielleicht auf Holzbrettern angebracht an die Wand mit starkem Kleber oder Bauschschaum anbringen, wenn man nicht bohren darf.

Gerade in den Wohnblöcken, wo alles mit Beton versiegelt ist, wären Nisthilfen ja sinnvoll.

Viel Glück trotzdem!

VG torsten
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Waechter
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Re: Im Blaumeisen-Kasten

Beitrag von Waechter »

Waechter hat geschrieben: Mi 12. Feb 2025, 16:31

Am neuen Standort wird der Kasten ganz sicher Sonne abbekommen.
Um der Erwärmung vorzubeugen, habe ich unter der Teerpappe zwei Lagen a´3 mm aus Kork verbaut.
Mit Kork-2024-06-14.jpg
Die früheren Temperaturaufzeichnungen mit den Holzkästen im Vergleich zu dem Glasfaser-Kasten aus England hatten mir gezeigt,
dass sich ähnliche Holzkästen (ohne Kork) nicht sehr erwärmen und ich bin mit der Änderung optimistisch.
Zur Kontrolle, werde ich aber auch in diesem Kasten messen. :thumbup:

Vergleich-2022-06-28 _min.jpg
Gruß Waechter ;)
Erneuter Versuch:
2025 wurden keiner der neuen Kästen für eine Brut genutzt.
Aktuell sehe ich mindestens einmal am Tag eine Blaumeise, die in den Kasten fliegt, sich aber nur kurz darin bleibt.
WIN_20260226_13_38_13_Pro.jpg
WIN_20260226_13_38_15_Pro.jpg
Zum Füttern kommen hier mehrere Amseln, die sich sehr über das Rosinenangebot freuen.
Amsel-2026-01-02.jpg
Die Meisen interessieren sich mehr für die Sonnenblumen-Kerne und Erdnüsse.

Gruß Waechter
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ozul
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Re: Im Blaumeisen-Kasten

Beitrag von ozul »

Meine Blaumeise will es wissen.

Seit heute baut sie am Nest.

VG Olaf

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Waechter
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Re: Im Blaumeisen-Kasten

Beitrag von Waechter »

Hier Hatte ich die Änderungen mit dem neuen Nistkasten 2025 schon beschrieben.
Die Reaktion der Blaumeise hat mich dann aber überrascht. Statt Nistmaterial einzutragen wurde von ihr das alte Nistmaterial, das aus dem kleinen Nistkasten stammt entfernt.
Irgendwann hörte die Säuberung auf und der Kasten wurde 2025 nicht mehr besucht und den Kasten dort so unverändert ruhen lassen.



Dieses Jahr fängt es wieder mit Hinausschmeißen an und während ich hier schreibe, sehe ich viele weitere Ein-Aus-Flüge am zweiten Monitor.
Nun überlege ich, ob ich aus dem Kasten das alte Material einschließlich der improvisierten Korkmulde in der Nacht restlos entfernen soll.

Gruß Waechter ;)
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H.-G.
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Re: Im Blaumeisen-Kasten

Beitrag von H.-G. »

Waechter hat geschrieben: Sa 28. Feb 2026, 11:54 Die Reaktion der Blaumeise hat mich dann aber überrascht. Statt Nistmaterial einzutragen wurde von ihr das alte Nistmaterial, das aus dem kleinen Nistkasten stammt entfernt...
Dieses Jahr fängt es wieder mit Hinausschmeißen an...
Nun überlege ich, ob ich aus dem Kasten das alte Material einschließlich der improvisierten Korkmulde in der Nacht restlos entfernen soll.
Hallo Götz!
Die meisten Höhlenbrüter bauen ihre Nester komplett allein und benötigen keine Hilfe. Vorhandenes Nistmaterial aus alten Brüten wirkt eher störend, weil es die Höhle unnötig verkleinert, vor allem aber fast immer mit Parasiten belastet ist. Deshalb darfst Du den Meisen einen ganz leeren Kasten anbieten, wie Du das bei Olaf ja auch sehen kannst. Sie werden innerhalb kürzester Zeit ein Nest nach eigenen Vorstellungen bauen.
Liebe Grüße H.-G.
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