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Waechter
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Re: Haltungsbericht Nosferatu-Spinne (Zoropsis spinimana)

Beitrag von Waechter »

Die bisherigen Häutungen beim Männchen waren im Abstand von etwa 31 Tagen und habe mit den Daten etwas spekuliert.
24-09-2023 → gefangen
22-10-2023 H1
21-11-2023 H2
29-12-2023 H3
TERMINE_04.jpg
Durch die Feiertage könnte die 3. Häutung auch schon am 21.12. gewesen sein.

Eventuell ist es möglich, dass eine weitere Häutung stattfindet und schaue deshalb öfters nach beiden Spinnen. ??-01-2024 H4?

Gestern sah ich nicht nur, dass das N♀-Weibchen wieder Beute gemacht hat,
BEUTE-W_2024-01-22_002m.jpg
BEUTE-W_2024-01-22_002m.jpg (30.18 KiB) 524 mal betrachtet
sondern, dass auch das N♂-Männchen ein großes Heimchen erwischt hat.
Dabei wurde ein Heimchenbein abgetrennt.
Das N♂ war mit dem Fressen beschäftigt und das zweite Heimchen hatte keine Scheu.
Beute-2024-01-22_004-Bein-m.jpg
Beute-2024-01-22_004-Bein-m.jpg (22.23 KiB) 524 mal betrachtet
Bein-geholt.jpg
Bein-geholt.jpg (38.26 KiB) 524 mal betrachtet
Es hat sich das noch frische Bein geholt und daran geknabbert. →2x Video Ich hege schon länger den Verdacht, dass die Heimchen in Gefangenschaft auch eigene Artgenossen nicht verschonen, aber noch keinen Beweis dokumentieren können.
Es bleibt weiter dem Zufall überlassen, ob ich noch eindeutigere Beobachtungen machen kann.
Bei der Schnake hatte ich zum ersten Mal gesehen, dass sie nicht nur vegetarische Nahrung mögen.

Bei beiden Kokons zeigt sich keine Änderung.

Gruß Waechter ;)
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H.-G.
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Re: Haltungsbericht Nosferatu-Spinne (Zoropsis spinimana)

Beitrag von H.-G. »

Guten Abend, Götz!
Waechter hat geschrieben: Mo 22. Jan 2024, 10:45 Ich hege schon länger den Verdacht, dass die Heimchen in Gefangenschaft auch eigene Artgenossen nicht verschonen, aber noch keinen Beweis dokumentieren können.
Bei der Schnake hatte ich zum ersten Mal gesehen, dass sie nicht nur vegetarische Nahrung mögen.
Du kannst davon ausgehen, dass Heimchen als "Allesfresser" alles zu sich nehmen, was sie problemlos erlangen können. Sie werden keine gesunden Artgenossen überfallen, frisch gehäutete knabbern sie aber manchmal an, weil die noch wehrlos sind, solange ihre Außenhaut noch nicht ausgehärtet ist. Auch tote Heimchen oder, wie in Deinem Fall, Teile davon, verschmähen sie meist nicht. Das kann allerdings ein Hinweis darauf sein, dass ihnen Eiweiß fehlt. Wenn Du Deinen Heimchen ein paar Fischfutterflocken spendierst und ausreichend Wasser zur Verfügung steht, dürften ihre kanibalistischen Neigungen nachlassen.
Waechter hat geschrieben: Mo 22. Jan 2024, 10:45 Die bisherigen Häutungen beim Männchen waren im Abstand von etwa 31 Tagen und habe mit den Daten etwas spekuliert.
Bei ausreichend Futter und gleichbleibender Temperatur kann der Häutungsabstand wohl so regelmäßig sein. Kälte oder Hunger dürften zu größeren Abständen führen. Wenn Dein N-Männchen aber erwachsen ist wird es sich aber gar nicht mehr häuten, sondern den Rest seines Lebens damit verbringen, ein Weibchen zu suchen. Erwachsene Spinnenmännchen sind oft daran zu erkennen, dass sie kein Netz mehr bauen, sondern unruhig im Terrarium umherlaufen. Sie fressen dann auch weniger. Nach dieser letzten Häutung, der Reifehäutung, bauen sie kleine Netze am Boden, unter die sie auf dem Rücken liegend kriechen und dann ihr Sperma abgeben, das sie dann in ihre Begattungsorgane, die Spitzen der Pedipalpen (Kiefertaster) saugen. Ich kenne diese Spermanetze von den größeren Vogelspinnen - wie sie bei Z. spinimana aussehen, weiß ich nicht. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass Dir eine Aufnahme gelingen wird, wenn Dein Männchen mal so weit ist.
In der Hoffnung auf gute Aufnahmen.
Liebe Grüße H.-G.
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Re: Haltungsbericht Nosferatu-Spinne (Zoropsis spinimana)

Beitrag von Rehleiin »

Hallo ihr Lieben,

Ich hab eine Nosferatu Spinne aus meinem Büro "gerettet" und sie in ein Terrarium gesetzt und sie mit Steppengrillen gefüttert, die sie sehr gut angenommen hat. Nun hat sie über Nacht einen Kokon gebildet und ich frage mich, was ich am besten damit tun soll? Irgendwelche Tipps? Ich will eigentlich keine Spinneninvasion bzw traue mir das einfach nicht zu ... Aber irgendwie wäre es auch echt schade, ihr die Babies wegzunehmen :-(
Heelllpp

Das ist Bernadette:
Bernadette_im_neuen_Zuhause.png
Bernadette.jpg
Und das ihr Kokon:
IMG_0521_Kokon.png
Sie hat ihn halt einfach direkt an der Decke gebaut... das heißt ich kann die Entwicklung darin perfekt beobachten. Machen die immer mehrere Kokons oder kann es auch sein, dass es bei dem einen bleiben wird?

Grüßle
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Waechter
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Re: Haltungsbericht Nosferatu-Spinne (Zoropsis spinimana)

Beitrag von Waechter »

Hallo Rehleiin, die Unterkunft sieht sehr komfortabel aus.

13-12-2022 hatte das erste Weibchen nur einen Kokon gebaut. 2023 hat das zweite Weibchen zwei Kokons gefüllt. Diese Eier sehen zwar dunkel aus, aber mit der Temperatur <20°C ist es für sie eventuell zu kalt.
Noch kann ich nicht erkennen, ob sich an den dunklen Eiern etwas verändert hat.

Den Behälter habe ich mit Netz und Vaseline ausbruchssicher gemacht.

Gruß Waechter ;)

viewtopic.php?p=30452#p30452
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Waechter
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Re: Haltungsbericht Nosferatu-Spinne (Zoropsis spinimana)

Beitrag von Waechter »

@ Alle,
gestern hatte ich beobachtet, dass die Spinne wieder Wollfäden klopft.
Heute war zu erkennen, dass sie weiter oben einen dritten Kokon baut.
B01-Kokon.jpg
B01-Kokon.jpg (71.85 KiB) 300 mal betrachtet
Über den Tag machte sie deutlich Fortschritte.

Erst als sie begann den Kokon zu schließen, waren die noch hellen, etwas gelblichen Eier zu sehen.
B02-Kokon.jpg
B02-Kokon.jpg (40.36 KiB) 300 mal betrachtet
Video Im Vergleich mit dem frischen Kokon, sehen die beiden anderen Kokons geschrumpft und vertrocknet aus.

Gruß Waechter ;)
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H.-G.
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Re: Haltungsbericht Nosferatu-Spinne (Zoropsis spinimana)

Beitrag von H.-G. »

Waechter hat geschrieben: Fr 2. Feb 2024, 22:32 Im Vergleich mit dem frischen Kokon, sehen die beiden anderen Kokons geschrumpft und vertrocknet aus.
Guten Morgen, Götz!
Wie gewohnt Bilder und Video in bester Qualität :thumbup: . Möglicherweise bist Du durch Deine Beobachtung auch dem Ausbleiben eines erfolgreichen Schlupfes auf die Spur gekommen. Dann wäre nicht die Temperatur, sondern mangelnde Luftfeuchtigkeit die Ursache dafür, dass die Gelege austrocknen..
Ich kann mir eigentlich nur vorstellen, dass Nosferatu-Spinnenweibchen draußen ihre Kokons versteckt und in Bodennähe bauen. Da dürfte die Luftfeuchtigkeit - besonders nachts - deutlich höher sein als in Deinem Terrarium. Ein Bodenbelag aus ein bis zwei cm Wald- oder Blumenerde (gelegentlich nachgefeuchtet) würde diesen Zustand imitieren und vielleicht den Schlupf ermöglichen. Dabei würde die Spinne den Abstand zwischen Eikokon und Substrat so wählen, wie er für die Eier am günstigsten ist.
Ich würde mich freuen, wenn Du mal ein paar Eier zum Schlupf bringen könntest, auch, weil mich interessiert, wie die Mutter mit ihrem Nachwuchs umgeht. Gleichzeitig wäre es aber sicher auch gut, wenn nicht zu viele schlüpfen, denn dann stellt sich unweigerlich die Frage, wohin damit. Freilassen wäre meiner Meinung nach bei dieser als invasiv geltenden Art auch keine gute Option ;(..
Mal sehen, womit ins die diesjährige Spinimana-Saison noch überrascht.
Liebe Grüße H.-G.
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