Hallo zusammen,
nachdem ich seit >10 Jahren meine Mehlschwalbenkastenreihe auf 10 Kästen aufgestockt habe, wollte ich mich diese Woche mal an Mauerseglerkästen versuchen. In dem Mähroboterdorf sind Schwalben (bis auf meine) komplett verschwunden, aber es hat sich ein Trupp Mauersiedler angesiedelt der aktuell aber anscheinend unter Wohnungsmangel leidet. Ein Segler hat eines der Mehlschwalbennester mehrfach angesehn (dieses Nest ist etwas grösser als die anderen) und auch an anderen Häusern im Ort wird von den Seglern intensiv gesucht.
Diese Woche habe ich für das kleine Dachfenster im Giebel (Nordseite) (die Schwalbennester sind auf der Ostseite unter dem Dachtrauf).einen "3 stöckigen" Segler-Nistkasten mit "innerer Zugangsröhre zur Starenabwehr" und Innenmaßen nach Schweizer Vogelwarte gebaut. Die Löcher wurden mit zwei Bohrungen mit 30 mm Forstnerbohrer gemacht, sind also ziemlich genau 30 mm hoch 62 mm breit und an der Seite durch den Forstnerbohrer kreisrund.
Durch den kurzzeitigen Einsatz von Lockrufen (ich wohne woanders), wurde der Kasten am Tag nach dem Aufstellen (heute) mehrfach angeflogen. Leider haben die Segler die senkrechten Spalte rechts und links (also den Bereich zwischen Fensterlaibung und Fluglochplatte) angesteuert. Die Spalte sind aber nur 10 cm tief (weil der Kasten hinter breiter ist).
Inzwischen habe ich die "Spalte" mit einer Holzfaserplatte zugestellt. Sie sind also nicht mehr so sichtbar wie es für die Segler war.
[attachment=1]uebersicht.jpg
Was mich interessiert:
Nehmen Segler mehrstöckige Kästen überhaupt an ?
Sind meine Einschlupflöcher eventuell zu klein (wegen der Kreisrunden Seiten)?
Müssen die Segler das länger lernen (anfliegen und reinschlüpfen)?
Sollte ich etwas umbauen? Überdachen? Den Kasten tiefer ins Fenster ziehen oder weiter rausstehen lassen?
(Der Dachboden ist ungenutzt).
Grüsse und Dank
ggschmidt
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ggschmidt
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traudich
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Re: Mehrstöckiger Nistkasten und Expertenmeinung gefragt
Hallo ggschmidt
das die Segler nicht gleich in die Einglüge fliegen sondern irgendwelche Ritzen absuchen ist normal. Sie kennen keine Nistkästen und haben noch keine Einflüge von Spatzen oder Staren gesehen. Außerdem sind die meisten Segler garnicht an einem Einflug interessiert sondern fliegen einfach mal mit.
Die Einflüge sind sehr dich und möglicherweise werden nicht alle Kästen belegt. Aber für eine Besiedelung des Kastens hast du alles richtig gemacht.
Frage noch: wo ist der Lautsprecher für die Lockrufe? das ist wichtig. LG
das die Segler nicht gleich in die Einglüge fliegen sondern irgendwelche Ritzen absuchen ist normal. Sie kennen keine Nistkästen und haben noch keine Einflüge von Spatzen oder Staren gesehen. Außerdem sind die meisten Segler garnicht an einem Einflug interessiert sondern fliegen einfach mal mit.
Die Einflüge sind sehr dich und möglicherweise werden nicht alle Kästen belegt. Aber für eine Besiedelung des Kastens hast du alles richtig gemacht.
Frage noch: wo ist der Lautsprecher für die Lockrufe? das ist wichtig. LG
Nistk.: 39 (alle mit
)
erw.: 54, angek.: 60
Brutpaare:30
68
60
Adoptivküken: 4
VP: : Handaufzucht:
total Ausflug der JV seit 2013: Adoptivk. seit 2020:
erw.: 54, angek.: 60
Brutpaare:30
Adoptivküken: 4
VP: : Handaufzucht:
total Ausflug der JV seit 2013: Adoptivk. seit 2020:
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ozul
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- Registriert: Sa 14. Jan 2017, 14:54
- Wohnort: Lüneburg
Re: Mehrstöckiger Nistkasten und Expertenmeinung gefragt
Hallo ggschmidt,
herzkich willkommen im Forum.
Super, dass du Mauersegler ansiedeln möchtest.
Zu deinen Fragen.
1. Sie nehmen mehrstöckige Kästen auf jeden Fall an. 2. Ich würde die Löcher auf 65mm verbreitern. Das ist ein im Forum bewährtes Maß. Die Rundung an den Seiten stört nicht.
3. Das Einfliegen kann dauern. Da benötigen sie leider einige Zeit, bis das funktioniert.
4. Zu deinem Kasten:
Es sieht so aus, dass das Brett unter dem Kasten nach vorne raussteht. Das behindert den Anflug auf die unteren Kästen.
Meiner Beobachtung nach sind die Einflüge rechts und links zu dicht zusammen. Das mögen Segler nicht so richtig. Da könnest du zuerst
in jeder Reihe ein Loch schließen.
Ich kenne die genauen Maße des Fensters nicht, aber vielleicht könnest du einen neuen Kasten mit vier Einflügen bauen. Die Höhe der einzelnen Bruträume ist nicht so kritisch, da reichen auch 8cm aus.
Mauersegler bevorzugen nach meinen Beobachtungen Kästen, die quer ausgerichtet sind, so dass das Nest nicht direkt vom Loch zu sehen ist. Ich hoffe, meine Vorschläge schrecken dich nicht ab.
VG Olaf
herzkich willkommen im Forum.
Super, dass du Mauersegler ansiedeln möchtest.
Zu deinen Fragen.
1. Sie nehmen mehrstöckige Kästen auf jeden Fall an. 2. Ich würde die Löcher auf 65mm verbreitern. Das ist ein im Forum bewährtes Maß. Die Rundung an den Seiten stört nicht.
3. Das Einfliegen kann dauern. Da benötigen sie leider einige Zeit, bis das funktioniert.
4. Zu deinem Kasten:
Es sieht so aus, dass das Brett unter dem Kasten nach vorne raussteht. Das behindert den Anflug auf die unteren Kästen.
Meiner Beobachtung nach sind die Einflüge rechts und links zu dicht zusammen. Das mögen Segler nicht so richtig. Da könnest du zuerst
in jeder Reihe ein Loch schließen.
Ich kenne die genauen Maße des Fensters nicht, aber vielleicht könnest du einen neuen Kasten mit vier Einflügen bauen. Die Höhe der einzelnen Bruträume ist nicht so kritisch, da reichen auch 8cm aus.
Mauersegler bevorzugen nach meinen Beobachtungen Kästen, die quer ausgerichtet sind, so dass das Nest nicht direkt vom Loch zu sehen ist. Ich hoffe, meine Vorschläge schrecken dich nicht ab.
VG Olaf
Mauerseglernistkasten live:
https://www.youtube.com/@Mauersegler-live/streams
Dohlennistkasten live:
https://www.youtube.com/@DietmarDohle
https://www.youtube.com/@Mauersegler-live/streams
Dohlennistkasten live:
https://www.youtube.com/@DietmarDohle
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H.-G.
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Re: Mehrstöckiger Nistkasten und Expertenmeinung gefragt
Guten Morgen ggschmidt!
Mauersegler nehmen mehrstöckige Nistkästen sicher an. Natürlich fallen mir da Olafs Kästen ein, die Du ja im letzten Beitrag sehen konntest. Ich kann mich auch an ältere Videos von Klaus Roggel erinnern, in denen zwei- und dreistöckige Nistkästen vorgestellt wurden. Nicht zuletzt habe ich aber selber zwei unterschiedliche Exemplare im Einsatz, die jedes Jahr komplett belegt sind. Ich habe sie im Thema "Fotos unserer Kolonien" Hier und Hier ausführlich vorgestellt. Für mich interessant: ich bin damals von der gleichen Ausgangslage ausgegangen wie Du: ein Giebelfenster. Ich habe erst einen Kasten vor das Giebelfenster gesetzt und später einen Kasten auf dem Dachboden hinter das Giebelfenster gehängt.
Spontan fällt auch mir auf, dass die Einflüge wirklich sehr nah zusammenliegen, dazu dann die Spalten und Zwischenräume um die Nistkästen-Front herum. Da ist bei den Seglern erst mal Verwirrung vorprogrammiert. Sie werden aber früher oder später einen Einflug finden. Erfahrungsgemäß eher später, aber Du hast es immerhin geschafft, sie sehr schnell dahinzulocken. Um es jetzt etwas leichter zu machen, könntest Du in jeder Etage einen Eingang verschließen. Nach der Saison kannst Du in aller Ruhe nachbessern/optimieren.
Zuerst einmal das störende Anflugbrett unter der unteren Reihe kürzen, denn das behindert zwar die Segler, nützt aber Turmfalken und Rabenvögeln. Vielleicht ist es Dir möglich, eine Platte vor den Kasten zu setzen, der die ganze Fensteröffnung verschließt.
Eine Frage habe ich aber noch: wie groß sind die Kästen von innen. Gehen die über den Fensterrahmen hinaus nach innen? Dann wäre für Olafs Vorschlag zumindest für die obere Einflugöffnung der Fensterahmen im Weg.
Falls ein sich Teil des Kastens auf dem Dachboden befindet, die Frage: wie heiß wird es da oben an Sonnentagen? Bei mir ist das Dach auch im oberen Bereich gedämmt. Es wird da ober sehr langsam warm - aber dann auch sehr langsam wieder kühler. Das hat die Segler vor ein paar Tagen an ihre Grenzen gebracht - und mich auch.
Viele Sachen, um die man sich Gedanken machen kann (und vielleicht auch muss). Du bist auf dem richtigen Weg. Alles weitere wird sich ergeben. Ich wünsche Dir viel Erfolg. Falls weitere Fragen auftauchen, melde Dich gern.
Liebe Grüße H.-G.
Mauersegler nehmen mehrstöckige Nistkästen sicher an. Natürlich fallen mir da Olafs Kästen ein, die Du ja im letzten Beitrag sehen konntest. Ich kann mich auch an ältere Videos von Klaus Roggel erinnern, in denen zwei- und dreistöckige Nistkästen vorgestellt wurden. Nicht zuletzt habe ich aber selber zwei unterschiedliche Exemplare im Einsatz, die jedes Jahr komplett belegt sind. Ich habe sie im Thema "Fotos unserer Kolonien" Hier und Hier ausführlich vorgestellt. Für mich interessant: ich bin damals von der gleichen Ausgangslage ausgegangen wie Du: ein Giebelfenster. Ich habe erst einen Kasten vor das Giebelfenster gesetzt und später einen Kasten auf dem Dachboden hinter das Giebelfenster gehängt.
Spontan fällt auch mir auf, dass die Einflüge wirklich sehr nah zusammenliegen, dazu dann die Spalten und Zwischenräume um die Nistkästen-Front herum. Da ist bei den Seglern erst mal Verwirrung vorprogrammiert. Sie werden aber früher oder später einen Einflug finden. Erfahrungsgemäß eher später, aber Du hast es immerhin geschafft, sie sehr schnell dahinzulocken. Um es jetzt etwas leichter zu machen, könntest Du in jeder Etage einen Eingang verschließen. Nach der Saison kannst Du in aller Ruhe nachbessern/optimieren.
Zuerst einmal das störende Anflugbrett unter der unteren Reihe kürzen, denn das behindert zwar die Segler, nützt aber Turmfalken und Rabenvögeln. Vielleicht ist es Dir möglich, eine Platte vor den Kasten zu setzen, der die ganze Fensteröffnung verschließt.
Eine Frage habe ich aber noch: wie groß sind die Kästen von innen. Gehen die über den Fensterrahmen hinaus nach innen? Dann wäre für Olafs Vorschlag zumindest für die obere Einflugöffnung der Fensterahmen im Weg.
Falls ein sich Teil des Kastens auf dem Dachboden befindet, die Frage: wie heiß wird es da oben an Sonnentagen? Bei mir ist das Dach auch im oberen Bereich gedämmt. Es wird da ober sehr langsam warm - aber dann auch sehr langsam wieder kühler. Das hat die Segler vor ein paar Tagen an ihre Grenzen gebracht - und mich auch.
Viele Sachen, um die man sich Gedanken machen kann (und vielleicht auch muss). Du bist auf dem richtigen Weg. Alles weitere wird sich ergeben. Ich wünsche Dir viel Erfolg. Falls weitere Fragen auftauchen, melde Dich gern.
Liebe Grüße H.-G.
30 + 5 Nistplätze, 26 Kameras
2024: 26 von 34 Plätzen belegt, 56 JV/23 Nester, 3 VPs
2025: 66 JV in 29 Nestern, eine erfolgreiche Vierer-Brut
2026: 80 JV in 32 Nestern, 1 VP
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2025: 66 JV in 29 Nestern, eine erfolgreiche Vierer-Brut
2026: 80 JV in 32 Nestern, 1 VP
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ggschmidt
- Beiträge: 2
- Registriert: So 5. Jul 2026, 17:00
Re: Mehrstöckiger Nistkasten und Expertenmeinung gefragt
Hallo zusammen,
vielen Dank für eure Hinweise.
Zum Anlocken habe ich mein Handy oben auf den Kasten gelegt. Dadurch ist es schon möglich, dass der Schall vorwiegend oben und rechts und links vom Kasten ausgetreten ist.
Der Kasten ist zweiteilig vorne ein schmales Teil, etwa 10 cm weniger als der hintere Teil. Das Vorderteil ist 10 cm tief und hinter den Löcher befinden sich Böden mit 33mm vertikalen Abstand. Da sollen die Segler nach hinten kriechen. Im Nistbereich gibt es dann ein Keilholz (ziemlich ähnlich wie im Kasten von Markus viewtopic.php?t=958)
Das Frontbrett am Vorderteil kann ich leicht austauschen durch eines bei dem die Löcher ganz aussen sind. Oder ich lasse den Kriechbereich erstmal weg (denn der Hauptkasten passt zufälligerweise genau durch den Fensterrahmen - war beim Bau nicht vor Ort um zu messen) dann kann ich fast die gesamte Fensterbreite (Mauer) ausnutzen.
Es bleibt dann immer noch 1 cm frei da der Fensterrahmen natürlich etwas schmaler ist als die Mauer. Das kann ich aber ausfüllen oder ich ziehe den Kasten soweit nach hinten, dass er mit dem Fensterrahmen abschließt. Dann sind die Löcher aber ca. 10 cm hinter der Mauerfront
Das Brett ist nur untergelegt und kann nach hinten. Wenn ich den Kasten oben anschlagen lasse sind wahrscheinlich auch die unteren Löcher nochmal besser zugänglich.
Da ich eh nicht von einer sofortigen Vollbesetzung ausgehe kann ich auch eine Lochreihe maskieren.
Ich dachte eigentlich daran, dass sich die Segler den Platz erst mal merken. Und vielleicht nächstes Jahr dort einziehen. Könnten Jungvögel dies vielleicht heuer schon tun (wenn sie nichts anderes finden)?
Ob es zu warm wird am Dachboden. Bisher dachte ich nicht. Müsste ich beobachten. Auf der Südseite ist dasselbe Fensterchen ganz auf. Was wäre die Grenztemperatur?
beste Grüsse
Gerd (Erlangen)
vielen Dank für eure Hinweise.
Zum Anlocken habe ich mein Handy oben auf den Kasten gelegt. Dadurch ist es schon möglich, dass der Schall vorwiegend oben und rechts und links vom Kasten ausgetreten ist.
Der Kasten ist zweiteilig vorne ein schmales Teil, etwa 10 cm weniger als der hintere Teil. Das Vorderteil ist 10 cm tief und hinter den Löcher befinden sich Böden mit 33mm vertikalen Abstand. Da sollen die Segler nach hinten kriechen. Im Nistbereich gibt es dann ein Keilholz (ziemlich ähnlich wie im Kasten von Markus viewtopic.php?t=958)
Das Frontbrett am Vorderteil kann ich leicht austauschen durch eines bei dem die Löcher ganz aussen sind. Oder ich lasse den Kriechbereich erstmal weg (denn der Hauptkasten passt zufälligerweise genau durch den Fensterrahmen - war beim Bau nicht vor Ort um zu messen) dann kann ich fast die gesamte Fensterbreite (Mauer) ausnutzen.
Es bleibt dann immer noch 1 cm frei da der Fensterrahmen natürlich etwas schmaler ist als die Mauer. Das kann ich aber ausfüllen oder ich ziehe den Kasten soweit nach hinten, dass er mit dem Fensterrahmen abschließt. Dann sind die Löcher aber ca. 10 cm hinter der Mauerfront
Das Brett ist nur untergelegt und kann nach hinten. Wenn ich den Kasten oben anschlagen lasse sind wahrscheinlich auch die unteren Löcher nochmal besser zugänglich.
Da ich eh nicht von einer sofortigen Vollbesetzung ausgehe kann ich auch eine Lochreihe maskieren.
Ich dachte eigentlich daran, dass sich die Segler den Platz erst mal merken. Und vielleicht nächstes Jahr dort einziehen. Könnten Jungvögel dies vielleicht heuer schon tun (wenn sie nichts anderes finden)?
Ob es zu warm wird am Dachboden. Bisher dachte ich nicht. Müsste ich beobachten. Auf der Südseite ist dasselbe Fensterchen ganz auf. Was wäre die Grenztemperatur?
beste Grüsse
Gerd (Erlangen)
