Hallo zusammen,
weil ich in einem Nieschenbrüterkasten, wo schon seit Jahren Haussperlinge zu Hause waren , schon länger keine mehr gesehen hatte , wollte ich einmal nachschauen, ob sich vielleicht ein Siebenschläfer darin eingenistet hatte.
Nachdem ich den Deckel entfernt hatte , kam nur dad platte Nistmaterial zum Vorschein, was ich dann hinauszog und im gleichen Moment flog mir etwas entgegen .
Ich dachte ein Brummer , weil ein totes Tier im Kasten sei.
Ich bin dann mit dem Nest im Einer von der Leiter abgestiegen und sah / merkte dann , daß es keine Fliegen sondern Hummeln waren , die ich gerade unfreiwillig geärgert hatte.
Das Nest legte ich dann wieder in den Nistkasten zurück
und sah sie heute auch wieder ausfliegen .
Es sind wohl Baumhummeln .
Schöne Grüße, Thomas.
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Thomas-NRW
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Re: Hummel
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MS Nistpl.: 46 (s.`15 ,'16 erste Brut )
Erw. MS : 13 Paare /+ 1VP ( 28 MS )
1.Ankunft. : 20.04.2026
Eing.:
Juv. :
Verlob. 1
MES : 45 K.nest., 1 Teilnaturnest
Erw. : 13 P.
1. Ank. Anflug mehrerer Nester 10.04.‘26
Rauchschw.: 3 Kunstn. Ansiedl.-vers.seit '23.
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H.-G.
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Aktuell 35 Nistplätze, 5 davon in Starenkästen
Re: Hummel
Guten Morgen Thomas!
Da hast Du sicher etwas Glück gehabt. Als ich noch studiert habe, haben wir an der Uni verschiedene Hummelarten in Kästen angesiedelt. Dazu gehörten auch regelmäßige behutsame Kontrollen der Nester, z.B. auf Wachsmottenbefall. Das löste stets eine mehr oder weniger starke Verteidigungsreaktion hervor - das Hummelvolk summte drohend und einige Arbeiterinnen liefen hektisch auf dem Nest umher - aber nach ein bis zwei Minuten war wieder Ruhe bis zum nächsten Mal.
Irgendwann hatten wir dann auch mal ein Baumhummelnest in unserer Sammlung. Die Kontrolle der Königin war unauffällig. Dann kamen die ersten Arbeiterinnen. Mein Kommilitone und ich öffneten vorsichtig den Deckel des Kastens. Drei winzige Arbeiterinnen kamen aus dem Nest - und stürzten sich sofort auf uns. Obwohl ich sicher über einen Meter entfernt war, hatte ich eine im Gesicht, mein Kollege die beiden anderen. Sie haben uns nicht gestochen, hätten das vielleicht auch gar nicht, aber wir haben sie reflexartig abgewehrt.
Weitere Kontrollen bei diesem Volk beschränkten sich dann freiwillig
auf Außenkontrollen des Kastens
.
Da Baumhummeln oft sehr offene Nistplätze haben und sicher oft von höhlenbrütenden Vögeln oder höhlensuchenden Säugern bedrängt werden, ist diese Angriffsstrategie wohl nötig. Hilft scheinbar auch gegen Spatzen.
Beobachte den Kasten regelmäßig Baumhummeln haben einen extrem hohen Prädationsdruck durch Wachsmotten. Ich vermute, dass deshalb bei Baumhummeln sehr früh die ersten Geschlechtstiere erscheinen; sie wollen noch vor den Motten wenigstens wenigstens einige Tiere für die nächste Generation hervorbringen.
Wenn die Einflugfrequenz der Arbeiterinnen nachlässt oder Du Tiere mit verkrüppelten Flügeln unter dem Nest findest, haben die Motten zugeschlagen. Dann solltest Du bald das Nest herunternehmen. Die Arbeiterinnen sind dann etwas friedlicher. Retten kannst Du das Nest zwar nicht mehr, aber über hundert neue Wachsmotten verhindern. Und Rotschwänzchen, Rotkehlchen, Amsel und Co werden ein Fest feiern, das sie die Wachsmottenlarven lieben.
Liebe Grüße H.-G.
Da hast Du sicher etwas Glück gehabt. Als ich noch studiert habe, haben wir an der Uni verschiedene Hummelarten in Kästen angesiedelt. Dazu gehörten auch regelmäßige behutsame Kontrollen der Nester, z.B. auf Wachsmottenbefall. Das löste stets eine mehr oder weniger starke Verteidigungsreaktion hervor - das Hummelvolk summte drohend und einige Arbeiterinnen liefen hektisch auf dem Nest umher - aber nach ein bis zwei Minuten war wieder Ruhe bis zum nächsten Mal.
Irgendwann hatten wir dann auch mal ein Baumhummelnest in unserer Sammlung. Die Kontrolle der Königin war unauffällig. Dann kamen die ersten Arbeiterinnen. Mein Kommilitone und ich öffneten vorsichtig den Deckel des Kastens. Drei winzige Arbeiterinnen kamen aus dem Nest - und stürzten sich sofort auf uns. Obwohl ich sicher über einen Meter entfernt war, hatte ich eine im Gesicht, mein Kollege die beiden anderen. Sie haben uns nicht gestochen, hätten das vielleicht auch gar nicht, aber wir haben sie reflexartig abgewehrt.
Weitere Kontrollen bei diesem Volk beschränkten sich dann freiwillig
Da Baumhummeln oft sehr offene Nistplätze haben und sicher oft von höhlenbrütenden Vögeln oder höhlensuchenden Säugern bedrängt werden, ist diese Angriffsstrategie wohl nötig. Hilft scheinbar auch gegen Spatzen.
Beobachte den Kasten regelmäßig Baumhummeln haben einen extrem hohen Prädationsdruck durch Wachsmotten. Ich vermute, dass deshalb bei Baumhummeln sehr früh die ersten Geschlechtstiere erscheinen; sie wollen noch vor den Motten wenigstens wenigstens einige Tiere für die nächste Generation hervorbringen.
Wenn die Einflugfrequenz der Arbeiterinnen nachlässt oder Du Tiere mit verkrüppelten Flügeln unter dem Nest findest, haben die Motten zugeschlagen. Dann solltest Du bald das Nest herunternehmen. Die Arbeiterinnen sind dann etwas friedlicher. Retten kannst Du das Nest zwar nicht mehr, aber über hundert neue Wachsmotten verhindern. Und Rotschwänzchen, Rotkehlchen, Amsel und Co werden ein Fest feiern, das sie die Wachsmottenlarven lieben.
Liebe Grüße H.-G.
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2024: 26 von 34 Plätzen belegt, 56 JV/23 Nester, 3 VPs
2025: 66 JV in 29 Nestern, eine erfolgreiche Vierer-Brut
2026: 80 JV in 32 Nestern, 1 VP
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Tine
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Re: Hummel
Hallo zusammen.
Ist es normal, dass meine Wiesenhummeln vor ca. 2 Wochen eingegangen sind? Da wir schon länger keine Ein- bzw. Ausflüge mehr beobachten konnten und vor einiger Zeit auch Ameisen ein Thema waren habe ich heute mal wieder in den Kasten geguckt und - alle Hummeln sind tot und die Ameisen klettern in den Waben und überall herum. Was ist da passiert? Die Hitze? Vielleicht weis einer von Euch was dazu geführt haben könnte oder hat eine Vermutung. Vielen lieben Dank Tine.
Ist es normal, dass meine Wiesenhummeln vor ca. 2 Wochen eingegangen sind? Da wir schon länger keine Ein- bzw. Ausflüge mehr beobachten konnten und vor einiger Zeit auch Ameisen ein Thema waren habe ich heute mal wieder in den Kasten geguckt und - alle Hummeln sind tot und die Ameisen klettern in den Waben und überall herum. Was ist da passiert? Die Hitze? Vielleicht weis einer von Euch was dazu geführt haben könnte oder hat eine Vermutung. Vielen lieben Dank Tine.
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Neue Schwalbe
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Re: Hummel
Hallo Tine,
konkret zu Hummeln kann ich nichts sagen, aber ich habe vor einigen Jahren auf meinem Hof einen Überfall von Wespen auf ein Wildbienen-Nest mit ansehen müssen.
Innerhalb von ca 20 min waren alle Bienen tot und die Wespen sind weitergezogen
Vielleicht ist es deinen Hummeln ähnlich ergangen.
Viele Grüße, Sonja
konkret zu Hummeln kann ich nichts sagen, aber ich habe vor einigen Jahren auf meinem Hof einen Überfall von Wespen auf ein Wildbienen-Nest mit ansehen müssen.
Innerhalb von ca 20 min waren alle Bienen tot und die Wespen sind weitergezogen
Vielleicht ist es deinen Hummeln ähnlich ergangen.
Viele Grüße, Sonja
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Tine
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Re: Hummel
Guten Morgen Sonja.
Vielen Dank für Deine prompte Rückantwort. Ja könnte so gewesen sein. Vielleicht meldet sich noch jemand zum Thema der dies auch schon einmal hatte. Schade und ich war so stolz auf die kleinen emsigen Brummer. Liebe Grüße Tine.
Vielen Dank für Deine prompte Rückantwort. Ja könnte so gewesen sein. Vielleicht meldet sich noch jemand zum Thema der dies auch schon einmal hatte. Schade und ich war so stolz auf die kleinen emsigen Brummer. Liebe Grüße Tine.
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ozul
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Re: Hummel
Hallo Tine,
du könntest einmal auf https://pollenhoeschen.de nachfragen.
Das ist eine gute Hummelseite mit Forum.
VG Olaf
du könntest einmal auf https://pollenhoeschen.de nachfragen.
Das ist eine gute Hummelseite mit Forum.
VG Olaf
Mauerseglernistkasten live:
https://www.youtube.com/@Mauersegler-live/streams
Dohlennistkasten live:
https://www.youtube.com/@DietmarDohle
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Dohlennistkasten live:
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Frank
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Re: Hummel
Hallo Tine!
Das könnte durchaus sein, daß die Hummeln verhungert sind. Ameisen plündern die ganzen Vorräte aus den Honigtöpfchen, deshalb sollte man Hummelhäuser immer in mit Wasser gefüllte Untersetzer stellen.
Könnten natürlich auch die heißen Tage gewesen sein.
Wo steht denn das Haus?
Hast du im Nest Gespinste und weiße Larven gefunden?
Für mich sieht es eher nach Hummelnestmotte aus. https://www.hornissen.de/parasit.htm
Da geht solch ein Volk schnell zugrunde.
Das hatte ich mal bei den Wespen.
viewtopic.php?p=38794#p38794
Gruß
Das könnte durchaus sein, daß die Hummeln verhungert sind. Ameisen plündern die ganzen Vorräte aus den Honigtöpfchen, deshalb sollte man Hummelhäuser immer in mit Wasser gefüllte Untersetzer stellen.
Könnten natürlich auch die heißen Tage gewesen sein.
Wo steht denn das Haus?
Hast du im Nest Gespinste und weiße Larven gefunden?
Für mich sieht es eher nach Hummelnestmotte aus. https://www.hornissen.de/parasit.htm
Da geht solch ein Volk schnell zugrunde.
Das hatte ich mal bei den Wespen.
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Gruß
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H.-G.
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Re: Hummel
Guten Morgen Tine!
Als ich Deinen Post zum Wiesenhummel-Volk gelesen habe, war auch mein erster Gedanke, dass die Hitze die Ursache für das Sterben der Hummeln ist. Dazu kommt aber eine andere Besonderheit dieser Hummelart, die auch mich schon mal überrascht hat: die Völker sind sehr kurzlebig
Lt NABU meist schon Ende Juli fertig. Wenn Deine Hummelkönigin früh gestartet ist, kann sich dieser Zeitpunkt noch nach vorn verschoben haben. Du hättest dann allerdings zumindest in den letzten Tagen fliegende Königinnen beobachten können, dazu auch die kleineren meist etwas bunteren Männchen (besonders vorn mehr Gelb).
Die Ameisen können den Hummeln das Leben ebenfalls schwer gemacht haben, aber auch nur eine Chance genutzt haben.
So hoffe ich mal, dass es zumindest ein paar neue Königinnen geschafft haben.
Liebe Grüße H.-G.
Als ich Deinen Post zum Wiesenhummel-Volk gelesen habe, war auch mein erster Gedanke, dass die Hitze die Ursache für das Sterben der Hummeln ist. Dazu kommt aber eine andere Besonderheit dieser Hummelart, die auch mich schon mal überrascht hat: die Völker sind sehr kurzlebig
Lt NABU meist schon Ende Juli fertig. Wenn Deine Hummelkönigin früh gestartet ist, kann sich dieser Zeitpunkt noch nach vorn verschoben haben. Du hättest dann allerdings zumindest in den letzten Tagen fliegende Königinnen beobachten können, dazu auch die kleineren meist etwas bunteren Männchen (besonders vorn mehr Gelb).
Die Ameisen können den Hummeln das Leben ebenfalls schwer gemacht haben, aber auch nur eine Chance genutzt haben.
So hoffe ich mal, dass es zumindest ein paar neue Königinnen geschafft haben.
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Tine
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- Registriert: Di 9. Jun 2020, 13:51
Re: Hummel
Hallo lieber Frank und Heinz-Georg.
Erstmal vielen Dank auch für Eure Antworten. Ich habe keinerlei Gespinste oder ähnliches im Kasten gefunden. Die "Mikroameisen" waren, da gab's die Hummeln noch, auch schon da aber ich habe, nicht verraten, etwas Backpulver oben wo die Klappe schliesst verteilt. Danach war Ruhe. Wahrscheinlich war ihre Zeit einfach abgelaufen. Königinnen waren vorher auch einige da. Jetzt haben halt die Ameisen übernommen. Ich habe gestern das Nest in Augenschein genommen bzw. entfernt. Ein Kunstwerk.
Wie gesagt, es war nichts drin was nicht hingehört. Es war halt toll die kleinen Brummer zu beobachten für die ganze Familie. Und auch noch der erste Nistkasten. Dann hoffe ich mal auf nächstes Jahr. Euch nochmal Danke, auch Sonja, für die Rückmeldungen. Ein schönes Wochenende wünscht Tine.
Erstmal vielen Dank auch für Eure Antworten. Ich habe keinerlei Gespinste oder ähnliches im Kasten gefunden. Die "Mikroameisen" waren, da gab's die Hummeln noch, auch schon da aber ich habe, nicht verraten, etwas Backpulver oben wo die Klappe schliesst verteilt. Danach war Ruhe. Wahrscheinlich war ihre Zeit einfach abgelaufen. Königinnen waren vorher auch einige da. Jetzt haben halt die Ameisen übernommen. Ich habe gestern das Nest in Augenschein genommen bzw. entfernt. Ein Kunstwerk.
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