Linker Niederrhein, die Sonne brennt, die Frisur sitzt...
Manche Situationen erlebt man vermutlich nur einmal im Leben. Ganz früh um 5.30, wenn die Welt noch ein Zauberwald ist und es sich wie ein Tropenurlaub anfühlt, war schon viel Seglerbetrieb. Bei den guten Nahrungsbedingungen war es ein lässige Flugshow und keine hektische Futtersuche. Plötzlich ein lautes Klatschen vor dem Haus und ein großer Vogel in der Luft. Mein Herz wollte gerade anfangen zu kaspern, als ich die verdutzte Ringeltaube erkannte, die gerade im vollen Flug mit einem Segler kollidiert war. Wer da noch Sekundenschlaf hatte, lässt sich nicht ergründen. Beide konnten ihren Flug fortsetzen
Der restliche Tag lässt erahnen, was auf uns zu kommt. 16 Sonnenstunden, 32°C im Schatten waren schon unglaublich heiß. Unvorstellbar, dass da noch 5-7°C drauf kommen sollen und das schon bevor der kalendarische Sommer überhaupt angefangen hat. Kairo hat 35°C in der Spitze und liegt am Rand der Sahara
Wie die kleinen Seglerbabies das überstehen sollen, bleibt die große Frage
Die abendliche Flugshow war schön, aber weniger spektakulär, dafür gab es Einflüge auf der NO Seite in einen neuen Kasten und auch ein zweiter Segler war schon kurz mit drin. Da freue ich mich doppelt, da es dort aufgrund der geringeren Höhe deutlich länger dauert, bis sie den letzten Schritt machen. Bis zum ersten VP hat es dort 5 Jahre gedauert. Jetzt hoffe ich dort auf das sechste Paar und es dürfen auch gern noch mehr. Eintritt ist frei
Mir bleibt noch, allen Kolonisten zu wünschen, dass die Extremhitze glimpflich überstanden wird. Für die vielen kleinen Jungsegler unter den Dächern dürfte es auch mit Beten schwer werden.
Liebe Grüße
Thomas
