danke Allen für die schönen Berichte und das tolle Bildmaterial
Der Montag als frühsommerliche Eintagsfliege war hier extrem. Die Luftmasse war sehr insektenreich und von starkem Wind blieben wir erstmal verschont.
Über zig Stunden flogen hier große Schwärme von Suchern an, dass die Paare kaum mal ihre Kästen verlassen konnten und ohrenbetäubendes Geschrei herrschte. Da es hier kein mittelalterlicher Turm ist, war das echt schon zu viel für einen geordneten Brutverlauf.
Es ging bis 20.30, dann wurde die Luftmasse innerhalb weniger Minuten durch eine Sturmfront ausgetauscht, die erneut nasskaltes und stark windiges Herbstwetter einläutete. Die Sucher zogen sofort ab und die Altvögel verschwanden schnell in den Kästen.
Der Dienstag brachte, nach kalter windiger Nacht Aprilwetter mit max. 17°C und starkem Wind. Morgens kamen die Paare spät in die Gänge und auch später gab es nur seltene Brutwechsel und Fütterungen. Abends gab es ein kurzes ruhiges Zeitfenster bei nur noch ca. 12 °C.
Bei 3 Brutpaaren flogen beide Altvögel länger aus, was hoffentlich nur der Kälte geschuldet war und sie nicht am Adrenalin getränkten Montag ihre Gelege verloren haben
@H.-G. : diese angedeuteten Einflüge der Sucher sehe ich hier auch sehr oft. Ich denke, das gehört zum Suchverhalten. Sie machen das bei besetzten und unbesetzten Nistplätzen, unabhängig davon ob von innen Gegenwehr kommt oder nicht. Letztes Jahr hatte ich ja einen allein versorgenden Altsegler, der selten zu Hause war. An diesem sehr beliebten Kasten gab es diese halben Einschlüpfe mit Körperdrehung andauernd, ohne, dass jemals ein fremder Segler dort eingeflogen wäre.
Einmal in dieser Saison konnte ich beobachten, wie sich ein Segler in der Dämmerung ca. 15 min an einen Einflug hängte. Das ist hier sehr ungewöhnlich und ist natürlich auch ein sehr unsicherer Ort.
Liebe Grüße vom erneut schafskalten Niederrhein
Thomas
