Hallo zusammen,
gestern vernahm ich aus einem Kasten der Haussperlinge Bettellaute junger Sperlingsküken.
Weil ich unterhalb im Garten tätig war , ich weiß nicht , warum sie hier so scheu sind, konnte ich Altvögel mit etwas Futter im Schnabel in Warteposition beobachten .Oft kam die erste Brut allerdings nicht hoch , da das Wetter meist sehr wechselhaft war und wohl Nahrungsknappheit herrschte .
@Andreas, bei mir sind im Winter auch einige Nester zerstört worden , bisher gehe ich aber davon aus , das es die Kohlmeisen waren , da ich Sperlinge selten in der Nähe der Kästen sehe , was sie natürlich nicht ausschließt.
Da ich hier mit Fremdbelegung eigentlich keine Probleme habe , lasse ich die Kästen immer auf .
Selbst , wenn ich die Kästen durch Baumaßnahmen oder Reinigungsarbeiten herausnehme und erst am nächsten Tag wieder weitermachen kann , stelle ich trotzdem erst wieder alles zurück, weil ich vermeiden will, falls mir etwas dazwischen kommt …, dass die Segler dann nach ihrer Rückkehr den Platz nicht mehr zur Verfügung haben oder aus dem Kasten fallen könnten.
Deshalb wäre es immer ganz gut , wenn Zuhause jemand mit im Boot sitzt !
Schöne Grüße, Thomas.
Die Rückkehr der Mauersegler 2026 wird auch in diesem Jahr wieder im Forum dokumentiert.
Bitte meldet die Ankunft des ersten Mauerseglers in "Eure" Kolonien (Einflug in Nest) per PN oder E-Mail an Siegrid.
Sichtungen fliegender Mauersegler sind für unsere Statistik nicht relevant, können aber gerne auf Ornitho.de gemeldet werden.
Die Karten für Bestand und Ankunft 2026 sind auf unsere Mauersegler-Statistik Seite verfügbar.
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Thomas-NRW
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Re: Sperlinge
MS Nistpl.: 46 (s.`15 ,'16 erste Brut )
Erw. MS : 13 Paare /+ 1VP ( 28 MS )
1.Ankunft. :
Eing.:
Juv. :
Verlob. 1
MES : 45 K.nest.,ein zum Nest umgebauter Hohlraum über K.-nest.
Erw. : 13 P.
1. Ank. Anflug mehrerer Nester 10.04.‘26
Rauchschw.: 3 Kunstn. Ansiedl.-vers.seit '23.
Erw. MS : 13 Paare /+ 1VP ( 28 MS )
1.Ankunft. :
Eing.:
Juv. :
Verlob. 1
MES : 45 K.nest.,ein zum Nest umgebauter Hohlraum über K.-nest.
Erw. : 13 P.
1. Ank. Anflug mehrerer Nester 10.04.‘26
Rauchschw.: 3 Kunstn. Ansiedl.-vers.seit '23.
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SusHei
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Re: Sperlinge
In unserem Garten (Dorfrandlage mit viel Weisen drumherum) hatten die Sperlinge über Jahre zwei von drei Nistkästen belegt, den dritten bewohnten zuverlässig Blaumeisen.
In den letzten beiden Jahren hat sich das Blatt gewandelt, und jetzt wohnen nur noch Blaumeisen, Kohlmeisen und Kleiber in den Kästen.
An den Hauswänden (Südwest und Nordost) hängen zwei Schwegler Nistkästen für jeweils drei Brutpaare ("Sperlingskolonie"), die bisher aber noch nicht angenommen worden sind.
Das "natürliche" Angebot in den Nachbarhäusern (über die Dachrinnen unter die Pfannen, zwischen Verkleidung und Hauswand etc.) ist schon lange Jahre belegt und offensichtlich- noch- attraktiver.
Eine Nisthöhle war offensichtlich schon belegt gewesen letztes Jahr, dann fand ich aber drei Eier zerdeppert unter dem Kasten und frage mich bis heute, was da passiert ist.
Ich habe Geduld und weiß, dass irgendwann die Kästen angenommen werden.
Die Sperlinge mag ich sehr und könnte ihnen stundenlang zuschauen. Vor etwas mehr als drei Jahren, als die Diskussionen über Gasimporte und Gaspreise und den "Waschlappen" als Körperpflege-Utensil durch die Decke gingen, hat mich ein Foto, das ich von den "Neapolitanern der Vögel" machen konnte, zu einem "Tagesthemen-Beitrag" ermuntert.
Bei uns im Dorf läuft gerade eine Konferenz der Sperlinge zum Thema "Gas, Gaspreise, Gasumlage, grüne Alternativen" ab. Ich darf aus dem Küchenfenster zuschauen und berichten.
Der Präsident (auf dem gelben Rednerpult) meinte soeben, ihm ginge das alles am A.... vorbei. Der Herr rechts hat sich entschieden distanziert. Die anderen Konferenzteilnehmer meinten übereinstimmend, dass grüne Alternativen aus dem unmittelbaren Umfeld eher nur "dornige Aussichten" zulassen.
Sperling Winfried K. (unten in der Dreiergruppe) zeigt, dass zur Körperpflege sogar ein Waschlappen verzichtbar ist und der Schnabel für diesen Zweck vollkommen ausreicht.
Sperling Gerhard ("Gerd") S. ganz unten hingegen schaut gebannt auf das Rohr (Blickrichtung Norden) und wartet erkennbar darauf, dass sich ein Nördlicher Gasstrom 2 einstellt.
Zurück zu den Tagesthemen.
In den letzten beiden Jahren hat sich das Blatt gewandelt, und jetzt wohnen nur noch Blaumeisen, Kohlmeisen und Kleiber in den Kästen.
An den Hauswänden (Südwest und Nordost) hängen zwei Schwegler Nistkästen für jeweils drei Brutpaare ("Sperlingskolonie"), die bisher aber noch nicht angenommen worden sind.
Das "natürliche" Angebot in den Nachbarhäusern (über die Dachrinnen unter die Pfannen, zwischen Verkleidung und Hauswand etc.) ist schon lange Jahre belegt und offensichtlich- noch- attraktiver.
Eine Nisthöhle war offensichtlich schon belegt gewesen letztes Jahr, dann fand ich aber drei Eier zerdeppert unter dem Kasten und frage mich bis heute, was da passiert ist.
Ich habe Geduld und weiß, dass irgendwann die Kästen angenommen werden.
Die Sperlinge mag ich sehr und könnte ihnen stundenlang zuschauen. Vor etwas mehr als drei Jahren, als die Diskussionen über Gasimporte und Gaspreise und den "Waschlappen" als Körperpflege-Utensil durch die Decke gingen, hat mich ein Foto, das ich von den "Neapolitanern der Vögel" machen konnte, zu einem "Tagesthemen-Beitrag" ermuntert.
Bei uns im Dorf läuft gerade eine Konferenz der Sperlinge zum Thema "Gas, Gaspreise, Gasumlage, grüne Alternativen" ab. Ich darf aus dem Küchenfenster zuschauen und berichten.
Der Präsident (auf dem gelben Rednerpult) meinte soeben, ihm ginge das alles am A.... vorbei. Der Herr rechts hat sich entschieden distanziert. Die anderen Konferenzteilnehmer meinten übereinstimmend, dass grüne Alternativen aus dem unmittelbaren Umfeld eher nur "dornige Aussichten" zulassen.
Sperling Winfried K. (unten in der Dreiergruppe) zeigt, dass zur Körperpflege sogar ein Waschlappen verzichtbar ist und der Schnabel für diesen Zweck vollkommen ausreicht.
Sperling Gerhard ("Gerd") S. ganz unten hingegen schaut gebannt auf das Rohr (Blickrichtung Norden) und wartet erkennbar darauf, dass sich ein Nördlicher Gasstrom 2 einstellt.
Zurück zu den Tagesthemen.
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Dodo
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Re: Sperlinge
Hallo Sushei,
die Sperlinge haben es mir auch angetan. Sie leisten uns das Jahr Gesellschaft und entfernen sich nicht allzu weit von 'ihrem Haus'.
Ich denke es ist die einzige Vogelart der durch Zufüttern, Möglichkeit zu Sandbädern und Deckung (Hecken,Büsche) der Bestand begünstigt werden kann. Ihr Chorgesang (ich meine nicht das unentwegte Schilpen) ist beeindruckend (selten zu hören).
Sie haben die Fähigkeit Menschen zu erkennen (das traue ich auch anderen Vögeln zu).
Sperlinge und Rauchschwalben scheinen mir eine Schicksalsgemeinschaft. Ihre Bestände nehmen kontinuierlich ab.
Es ist da keine Lebensgemeinschaft mehr zwischen denen und uns!
Gruß Maddin
die Sperlinge haben es mir auch angetan. Sie leisten uns das Jahr Gesellschaft und entfernen sich nicht allzu weit von 'ihrem Haus'.
Ich denke es ist die einzige Vogelart der durch Zufüttern, Möglichkeit zu Sandbädern und Deckung (Hecken,Büsche) der Bestand begünstigt werden kann. Ihr Chorgesang (ich meine nicht das unentwegte Schilpen) ist beeindruckend (selten zu hören).
Sie haben die Fähigkeit Menschen zu erkennen (das traue ich auch anderen Vögeln zu).
Sowas passiert wenn unter denen eine neue Verbindung nach Tod es Partners eingegangen wird. Die Eier (oder auch Jungvögel) des Vorgängers werden rausgeworfen, offenbar waren sie nicht tauglich für das Leben.Eine Nisthöhle war offensichtlich schon belegt gewesen letztes Jahr, dann fand ich aber drei Eier zerdeppert unter dem Kasten und frage mich bis heute, was da passiert ist.
Sperlinge und Rauchschwalben scheinen mir eine Schicksalsgemeinschaft. Ihre Bestände nehmen kontinuierlich ab.
Es ist da keine Lebensgemeinschaft mehr zwischen denen und uns!
Gruß Maddin
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SusHei
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Re: Sperlinge
Hallo Maddin,
danke für deine nette und kompetente, aber auch nachdenklich machende Antwort. Wir wohnen ja in einem kleinen Dorf, und Gott sei Dank haben gerade die Sperlinge bei uns noch genug Hecken, und auch direkt neben unserem Haus ist ein Platz, der für Staubbäder genutzt wird. Auch im nächsten Dorf sehe ich viele Hecken und viele Sperlinge, aber das Bedenkliche ist, dass es die Häuser und Gartenanlagen der vorigen Generation sind, die diese günstigen Bedingungen ausmachen. Die aktuelle Generation von HäusleBauern ist nicht "schlechter" als die alte, aber die alten Häuser und Gärten waren halt nicht so rationalisiert und nicht so "perfekt". Es gab keine Kirschlorbeerhecken, sondern Buchenhecken oder Ligusterhecken.
Ein Beispiel: als wir vor 17 Jahren in dieses Dorf zogen, war ich begeistert, dass ich hier dem Steinkauz begegnete: alte, z.t. hohle Obstbäume, Remisen für landwirtschaftliche Geräte, teiloffene Scheunen, alles stimmte "zufällig".
Dann kamen Sommerstürme, die die alten Obstbäume umwarfen, die Scheunen wurden abgerissen und durch Wohnhäuser ersetzt. Wir konnten durch künstliche Nisthöhlen den Steinkauz noch zwei Jahre halten, aber dann war es leider vorbei.
Natürlich kann ich den Leuten nicht vorwerfen, dass Wohnraum geschaffen wird, aber in der vorigen Generation wurde halt Wohnraum UND Landwirtschaftsraum geschaffen. Das ist vorbei.
Wir müssen die "Sperlingsshow" genießen und versuchen, immer wieder Angebote zu machen. Bei mir stehen einige Vogeltränken, die von allen Vögeln immer wieder gerne aufgesucht werden.
Liebe Grüße,
Heiner
danke für deine nette und kompetente, aber auch nachdenklich machende Antwort. Wir wohnen ja in einem kleinen Dorf, und Gott sei Dank haben gerade die Sperlinge bei uns noch genug Hecken, und auch direkt neben unserem Haus ist ein Platz, der für Staubbäder genutzt wird. Auch im nächsten Dorf sehe ich viele Hecken und viele Sperlinge, aber das Bedenkliche ist, dass es die Häuser und Gartenanlagen der vorigen Generation sind, die diese günstigen Bedingungen ausmachen. Die aktuelle Generation von HäusleBauern ist nicht "schlechter" als die alte, aber die alten Häuser und Gärten waren halt nicht so rationalisiert und nicht so "perfekt". Es gab keine Kirschlorbeerhecken, sondern Buchenhecken oder Ligusterhecken.
Ein Beispiel: als wir vor 17 Jahren in dieses Dorf zogen, war ich begeistert, dass ich hier dem Steinkauz begegnete: alte, z.t. hohle Obstbäume, Remisen für landwirtschaftliche Geräte, teiloffene Scheunen, alles stimmte "zufällig".
Dann kamen Sommerstürme, die die alten Obstbäume umwarfen, die Scheunen wurden abgerissen und durch Wohnhäuser ersetzt. Wir konnten durch künstliche Nisthöhlen den Steinkauz noch zwei Jahre halten, aber dann war es leider vorbei.
Natürlich kann ich den Leuten nicht vorwerfen, dass Wohnraum geschaffen wird, aber in der vorigen Generation wurde halt Wohnraum UND Landwirtschaftsraum geschaffen. Das ist vorbei.
Wir müssen die "Sperlingsshow" genießen und versuchen, immer wieder Angebote zu machen. Bei mir stehen einige Vogeltränken, die von allen Vögeln immer wieder gerne aufgesucht werden.
Liebe Grüße,
Heiner
