Vor mehr als 20 Jahren hängte ich einen ca 15 cm dicken und 1 m langen Baumstamm an der Südseite unseres Hauses unter der Dachüberstand. Baumart unbekannt, Reststück aus einem Furnier-Betrieb. Vorher bohrte ich Löcher von 3 bis 10 mm hinein, jeweils so tief, wie es der Bohrer zuließ. Er erfüllte seinen Zweck sofort und wurde von verschiedenen Wildbienen z.T. in größerer Zahl besiedelt. In den letzten Jahren ging die Anzahl der Bewohner ständig zurück. Zuletzt wohnten nur noch einige sehr kleine Arten (oder auch nur eine sehr kleine, noch unbestimmte Art) in den 3 bis 4 mm-Löchern. Die Lage in den Bienenhotels der Umgebung ist auch nicht besser
Um so erfreuter war ich heute am späten Nachmittag, als ich mindestens ein halbes Dutzend größerer Bienen dort nach passenden Öffnungen suchen sah. Es handelt sich dabei um gehörnte Mauerbienen. Aktuell nur Männchen, erkennbar an dem hellen Haarbüschel auf der Stirn. Sie wirken ein bisschen wie kleine Hummeln. Ich hoffe nun, dass in den nächsten Tagen auch Weibchen auftauchen werden. Dann dürfte es noch deutlich lebhafter werden.
Überrascht hat mich eine größere Biene, die ich für eine Ackerhummel gehalten hätte. Auch sie kroch in ein größeres Loch, verschwand aber gleich wieder.
Unbekannte und Weibchen - ich werde dran bleiben. Für mich auf jeden Fall ein hoffnungsvoller Start in den Frühling
LG H.-G.
