Katzen und Vögel im Hof und Garten

Erlebnisse mit unseren gefiederten Freunden, Bestimmung der Vögel
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Markus
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Re: Katzen und Vögel im Hof und Garten

Beitrag von Markus »

Hallo Biene,
Biene hat geschrieben: Mo 24. Mai 2021, 17:13 nur ein paar Beispiele:
"das Gebüsch" als Katzenversteck zum Auflauern: bei uns sitzen die Nachbarkatzen ganz frech mitten auf dem Rasen oder der Treppe beim Auflauern, z.B. bei Nistkästen und Futternäpfen, dort findet man auch deren unappetitlichen Hinterlassenschaften. Die brauchen gar kein Gebüsch!
Mit "Eueren" Katzen scheint etwas nicht zu stimmen. ;) Sitzen sie frech im Garten ist das gut, es besteht keine Jagdabsicht und die Vögel sehen die Gefahr. Die Hinterlassenschaften einer gesunden Katze wirst Du nur finden wenn Du gräbst.

Bei uns sind es die Elstern welche mir im Moment Sorge bereitet.
Eine Starenbrut geriet schon in ihre Fänge :( nun sitzen sie zeitweise zu fünft auf Nachbars First und halten Ausschau nach den Zahlreichen Bruten in der Gegend .

LG
Markus
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Biene

Re: Katzen und Vögel im Hof und Garten

Beitrag von Biene »

Markus hat geschrieben: Di 25. Mai 2021, 09:21 Mit "Eueren" Katzen scheint etwas nicht zu stimmen. ;) Sitzen sie frech im Garten ist das gut, es besteht keine Jagdabsicht und die Vögel sehen die Gefahr. Die Hinterlassenschaften einer gesunden Katze wirst Du nur finden wenn Du gräbst.

Bei uns sind es die Elstern welche mir im Moment Sorge bereitet.
Bisher haben wir in 17 Jahren immer wieder offenen Katzenkot im Garten gehabt. Die Katzen lauern (u.a.) unter dem Nistkasten auf kleine frische Vögelchen ;( wohl morgens früh, wir sehen immer nur den Kot.

Ja, die Elstern sind wirklich schlimme Jäger; aus der Luft, darauf sind die Vögel eher "eingerichtet". Eine hat mal eine vom Füttern völlig erschöpfte Eltern-Kohlmeise geschlagen :evil:

Wir vertreiben sie mit lautem Händeklatschen, das wirkt. Wenn wir sie sehen ... :huh:

Liebe Grüße
ms-lorsch

Re: Katzen und Vögel im Hof und Garten

Beitrag von ms-lorsch »

Normal halte ich mich aus solchen Diskussionen raus:
Elisabeth hat geschrieben: So 23. Mai 2021, 12:35 Ansonsten ist das Thema eine Art Glaubenskrieg, wo beide Seiten ihre Argumente haben.
Hier einmal die Meinung von Dr. Eberhard Schneider, Präsident vom Vogelschutz-Komitee e.V.
Gesellschaft zur Förderung des Vogelschutzes, Natur-, Tier- und Lebensschutzes
http://www.vogelschutz-komitee.de/index.php/katzen
Aber zu dem Forstsachverständigen Schneider (mit Schwerpunkt Jagdwesen), der wohl gut versteht Gutachten zu schreiben, und auch ein Herz für alle Tiere (egal ob Haus- oder Wildtiere) hat - so hoffe ich doch -, muss ich mich doch äußern. Die Emotionen bei Katzen pro und kontra gehen immer schnell in die Höhe. Wenn wir es aber mal losgelöst von der Liebe zu und Bewunderung der Eigenwilligkeit von Katzen betrachten, so ist es ein menschengemachtes Problem: die Domestizierung und anschließende Verwilderung von Katzen in Gegenden, wo sie nie waren und schon gar nicht in solchen Mengen.

Über Schneider's Satirelektüre kann ich eigentlich nur schmunzeln.

Biene hat dazu ja schon was geschrieben.

Aber es ist schon erschreckend, dass er dies im Rahmen seiner Funktion als Präsident des Vogelschutz-Kommitee e.V. macht.
Er unterstellt den Vögeln eine Fehlleistung im Denken (ohne dass diese eine Schulbildung erhalten haben), wo überall menschengemachte Gefahren lauern könnten. Seine Argument könnte ich gerade auch gegen seine Meinung anwenden: Würde der Mensch nicht Katzen züchten und halten, diese das ganze Jahr über füttern und dann, weil sie es doch unbedingt brauchen, frei in der Wildnis herumstreunen lassen, würden nicht so viele vor allem Jungvögel ihnen getötet werden. Ach, die wollen ja nur spielen und ihren Jagdtrieb erproben. Fressen tun sie die Vögel in der Regel ja nicht. Sie bringen sie eher auch nach Hause um zu zeigen, wie toll sie doch sind. Soll der Schneider doch mal eine Ausbildungsschule für Katzen initiieren. Schließlich müssen Jäger auch erst mal einen Jagdschein erwerben. Da sagt er den Rehen und Hirschen ja auch nicht nach, dass diese es doch schließlich auch gelernt haben sollten, sich vor den Jägern zu schützen.

Also Vogelschutz ist dies in keinster Weise. Es ist ein persönlicher Interessenschutz des Sachverständigen für das Jagdwesen. Lasst uns denn alle Tiere (und sonstige Lebewesen) untertan machen und nicht danach fragen, was wir Menschen allüberall anrichten und vernichten.

Für mich ist der Verein Vogelschutz-Kommitee damit zu einem absoluten no-go geworden.

Wenn er denn schon einen renommierten Vogelkundler und -schützer so herabwürdigt, ja sogar diffamiert (z.B. was sein Aussehen betrifft), sollte eigentlich die Sachverständigen-Berechtigung aberkannt bekommen. Sorry, ich werde selbst gerade sehr emotional.

Nichts für ungut und denkt daran, dass Eure Katzen sofern Ihr denn welche habt, sich nicht ungestört massiv weiter vermehren. Seht zu, dass Ihr Schutzhecken im Garten und vielleicht auch Hof habe, wo sich die Kleintiere verstecken können. Vielleicht schrumpfen die Katzen dann ja zu Mausgröße, damit sie sich darin auch verstecken können. Aber dann haben die Vögel sie auch nicht mehr zu fürchten.

In diesem Sinne noch schöne Rest-Pfingsten und Erleuchtung des Heiigen Geistes.

Liebe Grüße,
Fritz
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Markus
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Re: Katzen und Vögel im Hof und Garten

Beitrag von Markus »

ms-lorsch hat geschrieben: Di 25. Mai 2021, 11:44 Nichts für ungut und denkt daran, dass Eure Katzen sofern Ihr denn welche habt, sich nicht ungestört massiv weiter vermehren. Seht zu, dass Ihr Schutzhecken im Garten und vielleicht auch Hof habe, wo sich die Kleintiere verstecken können. Vielleicht schrumpfen die Katzen dann ja zu Mausgröße, damit sie sich darin auch verstecken können. Aber dann haben die Vögel sie auch nicht mehr zu fürchten.
In diesem Sinne noch schöne Rest-Pfingsten und Erleuchtung des Heiigen Geistes.
dem ist nichts mehr hinzuzufügen . :thumbup: besonders letztem Satz :lol:

LG
Markus
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Elisabeth
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Re: Katzen und Vögel im Hof und Garten

Beitrag von Elisabeth »

Hallo Ihr Lieben,

ich weiß gar nicht, warum Ihr Euch an den polemischen Aussagen in der Meinung von Herrn Dr. Schneider so abarbeitet. Scheinbar wollte er auch ein bisschen provozieren und das ist ihm augenscheinlich geglückt.

Ich kann ihm in einigen Punkten durchaus zustimmen. Feinddruck ist wichtig für Widltiere. Ganzjahresvogelfütterung finde ich überflüssig. Ich denke, Winterfütterung findet auch nur zu unserer Unterhaltung statt. Die Vögel, die wir füttern, sind alle nicht in ihrer Art bedroht.

Katzensteuer kann man einführen, aber was will man damit erreichen? Die allermeisten Katzen fristen ein erbärmliches Leben in 2-Zimmer Wohnungen. Wer Freigänger hat, will in der Regel nicht pausenlos Nachwuchs. Unabhängig von Bildungstand und Wohngegend. Markierende Kater hält kein Mensch aus, die kastriert man freiwillig ganz schnell. Es sei denn, man leidet duch Corona an einem Geruchsverlust.
Verwilderte Katzen müssen kastriert werden. Das ist wichtig, denn sie bekommen ihren Nachwuchs groß. Im Gegensatz zu verwilderten Hunden, die nur durch fütternde Menschen ihre Jungen aufziehen können.

Wir müssen die Lebensräume erhalten, damit steht und fällt alles!
Was den Psychopathengarten betrifft, bin ich dann wieder ganz auf der Linie von Dr. Berthold.
Wenn ich bei uns durchs Viertel laufe, bekomme ich Enteignungsphantasien.
Liebe Grüße
Elisabeth
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Elisabeth
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Re: Katzen und Vögel im Hof und Garten

Beitrag von Elisabeth »

Markus hat geschrieben: Di 25. Mai 2021, 09:21
Bei uns sind es die Elstern welche mir im Moment Sorge bereitet.
Eine Starenbrut geriet schon in ihre Fänge :( nun sitzen sie zeitweise zu fünft auf Nachbars First und halten Ausschau nach den Zahlreichen Bruten in der Gegend .

LG
Markus
Hallo Markus,
auch die Elstern müssen einem keine Sorgen bereiten. Wir betreiben alle gerne Speziesismus. Warum ist die Elsterfamilie weniger wert, als die Kohlmeisenfamilie oder die Starenfamilie?

Ich freue mich über die Elstern, die noch das ganze Jahr im Familienverbund unterwegs sind. Dann hat man auch mal fünf auf der Regenrinne sitzen, das heißt nicht, dass wir eine Elsterschwemme haben.
Und natürlich wäre ich trotzdem entsetzt, wenn sich eine Elster bei mir einen Mauersegler einverleiben würde. Bei den Amseln fände ich es zwar schade, aber nicht so schlimm. Da bewerte ich die Elster wieder höher. Typischer Speziesismus.

Die Elstern gehen hier in Nordeutschland übrigens im Bestand zurück.
Quelle: https://www.ornithologie-hamburg.de/ima ... t21_05.pdf
Prädatoren und Konkurrenz: Die Verstädterung
von Rabenkrähe, Mäusebussard und
Eichhörnchen sorgt für reichlich Stress am
Brutplatz der Elstern. Das belegt ein eindrucksvolles
Video aus Rotherbaum.
Bestandstrend: Für eine valide Aussage in
Hamburg ist es noch zu früh, Siedlungsdichteuntersuchungen
in Mecklenburg-Vorpommern
in den Jahren 2018/2019 haben für Nebelkrähen
einen leicht positiven Trend, für
Elstern dagegen starke Abnahmen um 50%
(Stralsund) bzw. 62% (ländlicher Raum) in
nur 6-7 Jahren ergeben.
Liebe Grüße
Elisabeth
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Biene

Re: Katzen und Vögel im Hof und Garten

Beitrag von Biene »

Elisabeth hat geschrieben: Di 25. Mai 2021, 13:58 Hallo Ihr Lieben, ...

Wir müssen die Lebensräume erhalten, damit steht und fällt alles!
Was den Psychopathengarten betrifft, bin ich dann wieder ganz auf der Linie von Dr. Berthold.
Wenn ich bei uns durchs Viertel laufe, bekomme ich Enteignungsphantasien.
Da sind wir völlig d'accord ! :D

Liebe Grüße
Dodo
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Re: Katzen und Vögel im Hof und Garten

Beitrag von Dodo »

Hallo Elisabeth,

Zitat:
Ganzjahresvogelfütterung finde ich überflüssig. Ich denke, Winterfütterung findet auch nur zu unserer Unterhaltung statt. Die Vögel, die wir füttern, sind alle nicht in ihrer Art bedroht.


Das war lange die vorherrschende Meinung von NABU und LBV. Da hat ein Umdenken stattgefunden.
Es gibt ein Positionspapier dazu.
Zugegeben, der Eigennutz mag groß sein. Hier füttere ich den Haussperling ganzjährig. Der Bestand wäre ohne die Stütze nicht so stabil.
Die vordringlichste Aufgabe des Vogelschutzes ist zweifellos, dass deren Lebensräume erhalten bleiben.
Da sind wir doch mal einer Meinung!

Zitat:
Katzensteuer kann man einführen, aber was will man damit erreichen?

Einnahmen und Gleichbehandlung mit Hundehaltern.
Ist Dir der rege Handel mit Hunden und Katzen auf ebay aufgefallen? Nicht wenige Zeitgenossen bessern damit ihre Einnahmen auf.

Zitat:
Feinddruck ist wichtig für Wildtiere.

Ein gutes Argument gegen einen aufgebrachten Jagdpächter, wenn der Hund im Freilauf ist. :)

Deine Anmerkungen (Bestandsrückgang) zu den Elstern, decken sich mit hiesigen Beobachtungen.

Gruß Maddin
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Markus
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Re: Katzen und Vögel im Hof und Garten

Beitrag von Markus »

Hallo Elisabeth,
Elisabeth hat geschrieben: Di 25. Mai 2021, 14:14 Hallo Markus,
auch die Elstern müssen einem keine Sorgen bereiten. Wir betreiben alle gerne Speziesismus. Warum ist die Elsterfamilie weniger wert, als die Kohlmeisenfamilie oder die Starenfamilie?
Nur damit kein falscher Eindruck entsteht, natürlich sind mir alle Tiere lieb, Elstern, samt Hund, Katze und Meerschweinchen. ;)

LG
Markus
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Elisabeth
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Re: Katzen und Vögel im Hof und Garten

Beitrag von Elisabeth »

Markus hat geschrieben: Di 25. Mai 2021, 18:31 Hallo Elisabeth,
Elisabeth hat geschrieben: Di 25. Mai 2021, 14:14 Hallo Markus,
auch die Elstern müssen einem keine Sorgen bereiten. Wir betreiben alle gerne Speziesismus. Warum ist die Elsterfamilie weniger wert, als die Kohlmeisenfamilie oder die Starenfamilie?
Nur damit kein falscher Eindruck entsteht, natürlich sind mir alle Tiere lieb, Elstern, samt Hund, Katze und Meerschweinchen. ;)

LG
Markus
Hallo Markus,
nein, nein. Ich habe bestimmt keinen falschen Eindruck! :)
Es ist ja ganz menschlich, dass wir unsere Schützlinge sicher wissen wollen.
Geht uns allen in gleichem Maße so.
Ich habe mal ein Interview mit einem netten Tierfilmer gesehen.
Wenn er Gänse filmt, hofft er natürlich, dass der Polarfuchs "seine" Gänseküken nicht holt.
Wenn er die Polarfüchse filmt, ist es umgekehrt und er hofft, dass die Füchsin genug Gänseküken für ihren Nachwuchs findet.
Ganz normal, man sollte es nur im Hinterkopf behalten.
Liebe Grüße
Elisabeth
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